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  • 20. Dezember 2012

    Technische Sauberkeit – Interview mit Claudia Gläser, Gläser GmbH

    Die Gläser GmbH in Horb in Baden-Württemberg zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Innovationsfähigkeit im Geschäftsbereich Technische Sauberkeit und Restschmutzanalyse aus. Firmeninhaberin Claudia Gläser hat das Unternehmen internationaler ausgerichtet. In diesem Jahr wurde sie mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

    Technische Sauberkeit

    Die Gläser GmbH in Horb in Baden-Württemberg ist international aufgestellt. (Foto: Gläser GmbH)

    Geht es um Innovationen im Bereich Technische Sauberkeit, so hat die Gläser GmbH in Horb in Baden-Württemberg Beachtliches zu bieten. Das Unternehmen, das vier Standbeine hat, verfügt auch über das Geschäftsfeld Technische Sauberkeit und Restschmutzanalyse. Innovativ geführt wird das erfolgreiche Familienunternehmen von Claudia Gläser. Sie trat vor einigen Jahren die Nachfolge ihres Vaters an und erhielt für ihre Verdienste in diesem Jahr eine hohe Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Claudia Gläser, Gläser GmbH in Horb.

    Gläser GmbH

    Claudia Gläser (Foto Gläser GmbH)

    Frau Gläser, herzlichen Glückwunsch zur Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie und Ihr Unternehmen?

    Die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ist eine hohe Anerkennung für unser Unternehmen. Darauf sind wir stolz, denn sie zeichnet meine Arbeit und die meiner Mitarbeiter aus. Damit wird unser wirtschaftliches Engagement und mein persönliches soziales Engagement gewürdigt.

    Seit wann leiten Sie das Familienunternehmen, und was hat sich seither im Besonderen verändert?

    Alleinige geschäftsführende Gesellschafterin bin ich seit 2008. Davor habe ich sechs Jahre lang gemeinsam mit meinem Vater die Firma Gläser als Geschäftsführerin geleitet. Ich habe das Unternehmen internationaler aufgestellt. Die Technische Sauberkeit hat sich zu einem wichtigen Standbein entwickelt, ohne unsere weiteren Geschäftsfelder zu vernachlässigen.

    Ihr Kundenstamm ist in der Automobilindustrie ebenso zuhause wie in der Medizinbranche. Wo liegen die Kompetenzen der Gläser GmbH?

    Zu unseren Kernkompetenzen gehören die Entwicklung und Montage hydraulischer Steuerblöcke, der Handel mit hydraulischen Bauteilen, Filtration und Laborbedarf. Außerdem sind wir auf den Bau von Spül- und Prüfanlagen für Technische Sauberkeit sowie Dosier- und Abfüllanlagen spezialisiert. Und wir verfügen über ein eigenes Labor zur Analyse für Technische Sauberkeit. Unser Portfolio ist also sehr diversifiziert. Deshalb bin ich auch immer wieder begeistert, wie flexibel und ideenreich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich ans Werk gehen.

    Die Gläser GmbH führt u.a. das Geschäftsfeld Technische Sauberkeit

    Fotos: Gläser GmbH; Animation: Sauberkeit & Reinraum

    Technische Sauberkeit steht bei Gläser ganz besonders im Fokus. Welche Branchen sind für Sie interessant?

    Wir verfügen nicht nur über ein sehr leistungsfähiges Prüflabor, sondern bauen auch eigene Anlagen. Außerdem sind wir gefragte Consultingpartner im Bereich Technische Sauberkeit. Seit Anfang 2012 verfügen wir zudem über ein eigenes Prüflabor in den USA. Unsere Kunden sind in ganz Europa und in allen Branchen zu Hause. Der Schwerpunkt liegt momentan auf der Automobilindustrie und ihren Zulieferern, weil Technische Sauberkeit in diesem Bereich als erstes gefragt war. Doch andere Branchen ziehen eindeutig nach.

    Die Kriterien für technische Sauberkeit haben sich in jüngster Vergangenheit zu immer höheren Qualitätsstandards hin entwickelt. Wie schlägt sich dies in Ihren Angeboten nieder?

    Vor zehn Jahren war unser Labor noch in einem Sauberraum installiert. Heute prüfen wir grundsätzlich in Reinräumen. Unsere Anlagen müssen immer bessere Blindwerte nachweisen. Außerdem entwickeln wir mittlerweile sogar kundenspezifische Spülanlagen für Bauteile.

    Ihr Unternehmen verfügt über ein modernes Labor zur Restschmutzanalyse von Bauteilen gemäß VDA 19 und ISO 16232?

    Ja, wir sind ein akkreditiertes Labor und bieten momentan als einziges Labor sogar Bauteiluntersuchungen bis 500 Kilogramm an. Da wir unsere Anlagen zur Untersuchung selber entwickeln und bauen, können wir stets besonders schnell auf Kundenwünsche reagieren.

    Über welche Kapazitäten verfügt Ihr Labor und welche Untersuchungen werden angeboten?

    Wir arbeiten heute mit zehn Laborantinnen und Laboranten. Jährlich prüfen wir bis zu 4.000 Bauteile und Baugruppen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen auf ihre Reinheit. Wie bereits erwähnt gehören dazu auch Schwergewichte bis 500 Kilogramm. Natürlich arbeiten wir mit den verschiedensten TecSa-Vorgaben der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer.

    Ihr Unternehmen ist auch im Anlagenbau für Technische Sauberkeit aktiv. Welche Bereiche decken Sie hier ab?

    Wir entwickeln und bauen Standard- sowie kundenspezifische Spül- und Prüfanlagen für Technische Sauberkeit. Hier ist das Spektrum mittlerweile sehr groß. Die individuellen Anlagen geben unseren Kunden darüber hinaus die Sicherheit, dass sie ihre eigene, vorgegebene Bauteilsauberkeit auch tatsächlich erreichen.

    Technische-Sauberkeit-Glaeser

    Firmenchefin Claudia Gläser wurde mit der Wirtschaftsmedaille ausgezeichnet. (Foto: Gläser GmbH)

    Inzwischen gibt es ein Tochterunternehmen in den Vereinigten Staaten. Womit befasst sich dieser Unternehmenszweig?

    Die Glaeser Inc. in Tuscaloosa ist ein Dienstleistungslabor für Technische Sauberkeit mit angeschlossenem Handels- und Beratungsbüro.

    Sie setzen sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Auf welche Weise spiegelt sich dies in Ihrem Unternehmen wider?

    Die Gläser GmbH bietet verschiedene Arbeitszeitmodelle, was Müttern und auch Vätern ein hohes Maß an Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung ermöglicht. Wir bezahlen außerdem den Kindergartenbeitrag für die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bringen sicher überproportional viel Verständnis für die Situation in deren Familien auf.

    Neben der Unternehmensführung engagieren Sie sich auch in der Öffentlichkeit. Was wünschen Sie sich hier insbesondere und im Hinblick auf unternehmerische Belange?

    Ich engagiere mich ehrenamtlich vor allem im Verein deutscher Unternehmerinnen (VdU) und bin hier Vize-Präsidentin. Mein besonders Anliegen ist, den Unternehmerinnen vor allem in der Politik mehr Gehör zu verschaffen. Denn ich denke, dass auch in der Politik langsam ankommen muss, dass es nur gemeinsam geht. Wir brauchen gut ausgebildete weibliche wie männliche Mitarbeiter, die wir auch mit einem ordentlichen Gehalt bezahlen können. Hier muss dringend die steuerliche Belastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesenkt werden. Auch mangelt es bislang an ausreichenden Möglichkeiten, dass Unternehmen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steuerfrei unterstützen können, zum Beispiel bei der Betreuung von Schulkindern.

    Das Interview führte Ursula Pidun

     

    Verweise:

    Restschmutz vermeiden – aber wie?
    Restschmutzanalysen nach VDA Band 19
    Verfahren zur Partikelmessung
    Automatische Partikel-Indentifikation
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren Der „Illig“-Wert
    Verfahren zur Partikelmessung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung


    Verfasst von Ursula Pidun

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