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  • 24. April 2012

    Reinraumkabinen für sensible Fertigungsbereiche

    Fertigungen unter Reinraumbedingungen sind in vielen Produktions- Forschungs- und Entwicklungsbereichen unverzichtbar. Doch nicht immer ist es erforderlich, aufwändige, hochkomplexe Komplett-Reinräume einzurichten. Sofern die Voraussetzungen stimmen, können einzelne Bereiche abgetrennt und mit speziellen Reinraumkabinen ausgestattet werden.

    Reinraumkabine

    CleanFlowCell-Reinraumkabine für die Leiterplattenfertigung (Foto: SCHILLING ENGINEERING ® Reinraumtechnik)

    Reinräume versetzen Unternehmen in die Lage, unter sauberkeitspezifischen Kriterien zu fertigen. Hinsichtlich angestrebter Qualitätsmaßstäbe zählt dies inzwischen zum unverzichtbaren Bestandteil in allen Bereichen, in denen Technische Sauberkeit eine große Rolle spielt. Schließlich muss eine Vielzahl an Bauteilen und anderweitigen Produkten unter besonderen klimatischen Bedingungen sowie in extrem sauberer Luft gefertigt werden.

    Reinraumkabinen – Lösungen für viele Branchen

    Betroffen sind vor allem Fertigungsbereiche in der Automobilindustrie inklusive ihrer Zuliefererbranche sowie die Kunststoffteilefertigung. Doch auch Produkte aus dem Bereich der Medizintechnik, Pharmazie, Nanotechnologie, Raumfahrt, Optik und Lasertechnologie sowie der Lebensmittelfertigung zählen zum großen Teil jener Sparten, die Reinräume in die Entwicklungs- und Fertigungsprozesse eingliedern müssen. Sofern die Voraussetzungen stimmen, können einzelne Bereiche der Produktionshallen oder Forschungsräume abgetrennt und mit Reinraumkabinen ausgestattet werden.

    Damit lassen sich sensible Bereiche perfekt separieren und Aufgaben, die nur unter Reinraumbedingungen zu lösen sind, auch unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte abwickeln. Hierbei werden gleich zwei erwünschte Effekte erzielt. Zum einen wird das Unternehmen den gesteckten, höchsten Qualitätsansprüchen gerecht. Andererseits bewegen sich sowohl die Kosten als auch der Aufwand in einem vertretbaren und angemessenen Rahmen.

    Individueller Bedarf im Fokus

    Kann ein Unternehmen den individuellen Bedarf in Hinblick auf die angestrebten Reinheitsanforderungen durch Reinraumkabinen decken, so sind solche abgetrennten Produktionsbereiche eine sehr gute Alternative. Nur im separaten Teil der Produktions – Fertigungs- oder Forschungsstätten muss dann für eine entsprechend partikelarme Luftzirkulation gesorgt werden.

    Reinraumkabinen werden von Firmen angeboten, die auf Reinraumtechnik spezialisiert sind. Die Spezialisten solcher Unternehmen übernehmen von der Beratung über die Planung und Installation bis zur Inbetriebnahme alle erforderlichen Maßnahmen.

    Reinramkabine

    Reinraum System für Medizinal-Kunststoff-Spritzgussteile Fertigung (Foto: SCHILLING ENGINEERING ® Reinraumtechnik)

    Komplette Reinraumkabinen bestehen u.a. aus folgenden Elementen:

    • Wandkonstruktion
    • Deckenkonstruktuktion
    • Fußboden
    • Stahlbauten
    • Klimatechnik
    • Belüftung
    • Entlüftung
    • Lichttechnik
    • Elektrik
    • sanitäre Anlagen
    • individuelles Zubehör

    Reinraumkabinen – modular und flexibel erweiterbar

    Reinraumkabinen sind zumeist modular konzipiert, sodass Umbau- und Erweiterungen sowie notwendige und erwünschte Anpassungen schnell und unkompliziert möglich werden. Dabei müssen wichtige Bedingungen erfüllt werden.

    Hierzu zählen unter anderem:

    • Sicherstellung eines zuverlässigen Schutzes vor Staub
    • Herstellung spezieller klimatischer Verhältnisse
    • Möglichkeiten der Weitergabe fertiggestellter Teile vom Montage- zum Verpackungsraum
    • Installation spezieller Durchreichen
    • Installation spezieller Schleusentore

    Die speziellen Reinraum-Schleusen müssen dabei unter Überdruck gehalten werden. Zudem sollte das System so konzipiert sein, dass die Verriegelung gegeneinander gewährleistet ist. Nur so wird sichergestellt, dass jeweils nur eine Tür geöffnet ist. Wichtig sind auch Notrufschalter, die bei Gefahr die Fluchtwege freigeben.

    Reinraumkabine – verglast und pflegeleicht

    Reinraumkabinen gibt es für unterschiedliche Klassen. Ausgerüstet sind sie mit Be- und Entlüftungen, die kontrollierbar sind. Darüber hinaus sollten sie je nach Einsatzzweck über Chemikalien-resistente Eigenschaften und über Lebensmittelechtheit verfügen. Ebenso erwünscht sind pflegeleichte Eigenschaften. Damit stehen besonders glatte Flächen im Fokus. Moderne Reinraumkabinen sind zumeist verglast, verfügen über keine Fugen und erreichen durch spezielle Silikon-Abspritzungen höchste Reinheitsansprüche. Zudem müssen moderne Reinraumkabinen nicht mehr zwingend am Boden verschraubt werden.

    Reinraumkabinen – auf die Reinheit kommt es an

    Spezielle Raum-in-Raum-Lösungen erhöhen somit die Flexibilität der Produktionsflächengestaltung und erlauben bestmögliche Anpassungen an die jeweiligen Raumverhältnisse. Anbieter beziehen die die jeweils erforderlichen und individuellen Anforderungen sowie gewünschten Reinheitsklassen explizit in die Planung der Reinraumkabinen ein. Somit werden Hersteller allen Anforderungen gerecht, die an mobile Reinraumkabinen und Reinraumzelte gestellt werden. Von einfachen Ausführungen wie etwa Schutzkabinen gegen Staub bis hin zu komplexen Reinraumkabinen mit komplett klimatisierter Umgebung wird praktisch alles realisiert, was für eine Sauberfertigung notwendig ist.

     

    Verweise:

    Reinraumtechnik – Plattform der Qualitätssicherung
    Reinraumtechnik – Innovatives ADC-Projekt auf der 4. „Woche der Umwelt“
    Technische Sauberkeit – Fachtagung fokussiert Montage- und Produktionsprozesse
    Zunehmende Automatisieurng im Reinraum
    Sauberfertigung – Personal im Fokus
    Sauberraum – Auswahl der Sauberkeitsstufe
    Partikel – Beherrschung und Minimierung
    Zukunft Reinraumbekleidung – Interview mit Carsten Moschner
    Reinraumbekleidung in voller Pracht
    Reinraumtaugliche Zwischenbekleidung
    Partikelrückhaltevermögen von Reinraumbekleidung
    Abriebfestigkeit von Reinraumbekleidung
    Elektrostatisches Verhalten von Reinraumbekleidung
    VDA 19 Teil 2 – Technische Sauberkeit in der Montage


    Verfasst von Ursula Pidun

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