• Home
  • Technische Sauberkeit
  • Reinraum
  • Messtechnik
  • Bekleidung
  • Verbrauchsmaterial
  • Veranstaltungen
  • VR
  • |Promotion|
  • 31. Januar 2012

    Reinraum Danfoss Silicon Power GmbH – Interview mit Willibald Gabler (Teil 2)

    Das Danfoss-Tochterunternehmen Silicon Power in Schleswig beschäftigt nahezu 300 Mitarbeiter und es sollen noch mehr werden. Erfahren Sie in Teil 2 unseres Interviews mit DSP-Produktionsleiter Willibald Gabler mehr über die Produktion in den 3.800 Quadratmeter großen Reinräumen, die derzeit in Betrieb genommen werden.

    Reinraum Danfoss Silicon Power

    Danfoss Silicon Power (DSP) betreibt im Werk Flensburg einen 3.800 qm großen Reinraum (Foto: DSP)

    Eine erste Fertigungslinie soll laut Plan im Reinraum für die Automobil-Industrie bereits produktionsbereit sein. Um welche speziellen Teile handelt es sich dabei?

    Aufgrund langer Lieferzeiten bei Fertigungsanlagen haben wir frühzeitig reagiert und rechtzeitig investiert und konnten somit bereits Ende letzten Jahres die ersten Maschinen in Betrieb nehmen. Es handelt sich um eine Fertigungslinie, die Produkte für die Automobilindustrie herstellt. Diese Module finden ihre Anwendung in elektrischen Lenksystemen für Fahrzeuge.

    Wie hoch wird künftig der Anteil in der Produktion sein, der speziell für die Automobilindustrie vorbehalten ist?

    DSP-Schleswig

    DSP-Werk Schleswig (Foto: DSP)

    Um unser Wachstum zukunftsorientiert ausrichten zu können, versuchen wir uns mit einem ausgewogenen Portfolio aufzustellen. Nur so können wir sicher sein auch bei geringerer Nachfrage eines Segmentes unser Wachstum konsequent fortzusetzen. Produkte für die Automobilindustrie spielen dabei eine entscheidende Rolle.

    Werden diesbezüglich auch Fertigungsteile für Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge ein Thema sein?

    Ja, auf jeden Fall. Die Elektrifizierung des Automobils, und damit meine ich nicht nur die Antriebstechnik, fängt ja technologisch gesehen erst so richtig an.

    Gefertigt wird allerdings auch für andere Branchen, beispielsweise für die Medizintechnik und den Pharmabereich?

    Wesentliche Kundengruppen sind die Hersteller von elektrischen Antrieben, Automobilhersteller und -zulieferer sowie die führende internationale Elektronikbranche. Hierzu zählen auch Kunden die medizinische, technische Anlagen fertigen.

    Ebenso steht das breite und gleichsam spannende Themenfeld der Erneuerbaren Energien im Fokus. Welche Fertigungsmaßnahmen sind dahingehend geplant und aus welchen Bereichen kommen die Abnehmer?

    DSP-Reinraum

    Die Delegation besichtigt eingehend die neuen DSP-Reinräume (Foto: DSP)

    Wir haben bereits Fertigungslinien im Bestand die ausschließlich für Produkte zur Unterstützung der Erneuerbaren Energie zur Verfügung stehen. Im Besonderen stehen hier Anwendungen der Photovoltaik und der Windenergienutzung im Vordergrund.

    Wird sich in Ihrer Sicht der Stellenwert der Produktionen unter reinraumtechnischen Bedingungen noch weiter erhöhen?

    Mit Sicherheit Ja; Nicht nur durch die Anforderungen der Kunden, sondern auch aus produktionstechnischer Sicht werden die Voraussetzungen an die Sauberkeit in der Produktion eher zunehmen.

    Wie zerstreuen Sie dahingehende mögliche Bedenken in Hinblick auf die doch relativ hohen Kosten, die Produktionen in der Sauberfertigung mit sich bringen?

    DSP-Schleswig

    Blick in die Produktion DSP-Werk Schleswig (Foto: DSP)

    Nun, Kunden die unsere Produkte anfragen, wissen, dass eine Fertigung dieser Produkte nicht in einer normalen Produktionsumgebung möglich ist. Ferner fordern Sie die konsequente Umsetzung und Einhaltung hoher Qualitätsstandards wie z.B. der ISO/ TS 16949.

    Es ist gleichermaßen eine gemeinsame Herausforderung und Aufgabe durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess Fertigungsabläufe zu optimieren um dadurch auch Fertigungskosten zu senken.

    Danfoss Silicon Power in Flensburg – dies bedeutet auch einen Gewinn für die gesamte Region, denn es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Bleibt es bei den 500 Arbeitsplätzen, die sich das Unternehmen diesbezüglich vorgenommen hat?

    Der Verbleib des Unternehmens in der Region ist ohnehin bereits jetzt ein Gewinn. Wenngleich die erneuerbaren Energien ein hohes Zukunftspotential bieten und der Wettbewerb um günstige Energie jetzt gerade erst anfängt unterliegen auch wir wirtschaftstypischen Schwankungen.

    Der Erfolg des Unternehmens basiert auf einer ausgeprägten Innovationskraft, hoher Qualität, kundenorientierter Service-Philosophie und insbesondere auf der engagierten Zusammenarbeit motivierter und hoch qualifizierter Mitarbeiter. Insofern sind wir sehr zuversichtlich auch in Zukunft unseren Wachstumskurs fortsetzen zu können.

    Das Interview führte Ursula Pidun

    Weitere Interviews:

    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Interview mit Dipl.-Ing. Peter Becker
    Reinraum an der Fachhochschule Nordwestschweiz – Interview mit Prof. Dr.-Ing. Jens Gobrecht
    Reinraum am INKA in der Schweiz – Interview mit Prof. Dr.-Ing. Jens Gobrecht (2)
    Reinraum an der Johannes Kepler Universität Linz – Interview mit Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schäffler
    Reinraum am Institut für Halbleiterphysik in Linz – Interview mit Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schäffler (2)
    Reinraumtechnik – Interview mit Dr. Lothar Gail
    Reinraum der Klasse 1 im INA der Uni Kassel – Interview mit Dr. rer. nat. habil. Martin Bartels
    Reinster Reinraum – Interview mit Dipl.-Biol. Markus Keller
    Technische Sauberkeit – INTERVIEW mit Dipl.-Ing. Hans Illig (Teil 1)
    Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig (Teil 2)
    CO2-Schneestrahltechnik – Interview mit Dipl.-Ing. Hans-Jörg Wössner
    Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG) – Interview mit Ing. Roman Czech
    Zukunft Reinraumbekleidung: INTERVIEW mit Carsten Moschner


    Verfasst von Ursula Pidun

    Zu diesem Artikel gibt es Noch keine Kommentare. Kommentar verfassen »

    Veröffentlicht in Reinraum, Interview

    Schlagwörter


    « »

    Both comments and pings are currently closed.

    Comments are closed.


    Online Magazin Konzept und Realisierung kreateam & wolf informationsdesign