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  • 28. September 2011

    Reinigungsverfahren Teil2: Vielfalt führt zum Ziel

    Im Bereich Reinigungsverfahren bietet sich eine Fülle an Verfahren an, die individuell auf die Erfordernisse in der Produktion abgestimmt sind. Im Vordergrund aller Überlegungen steht die jeweils passendste Reinigungsmethode, um Bauteile und Produkte zu schonen. Stellenwert erhält zunehmend auch die Überwachung sauberkeitssensibler Fertigungen im Sinne abschließender Prüfungen.

    Ultraschall Reinigungsanlage Rotocleaner

    Industrielle Teilereinigung durch Vakuumfluten und Ultraschallreinigung – BvL Anlage Typ Ems (Foto: BvL Oberflächentechnik GmbH)

    Reinigungsverfahren der Wahl, die in den jeweiligen Unternehmen zur Anwendung kommen, richten sich streng nach den individuellen Anforderungen und Produkten. Nach Abwägung aller Faktoren in Hinblick auf die gewünschten Ziele, bieten sich weitere Differenzierungen bei der Auswahl der Methoden an.

    Verfügbare Verfahren

    Trockeneisstrahlen/CO2-Strahltechnik

    Bei Trockeneis handelt es sich um CO2, das in eine feste Form gepresst wird. Anwendung findet Trockeneis in der industriellen Teilereinigung. Das Trockeneisgranulat, das auch „Pellets“ genannt wird, ist sehr kleinkörnig. Die Temperatur beträgt etwa minus 79 Grad. Im Reinigungsverfahren treffen Pellets unter hohem Druck auf die Verschmutzungen und werden zugleich schnellstens abgekühlt. Dabei entsteht ein sogenannter thermischer Schock. Die daraus resultierenden kinetischen Energien splittern die Verschmutzungen von den Oberflächen ab. Da keine Abrasion stattfindet, werden die Oberflächen bestmöglich geschont. Anwendung findet dieses Verfahren beispielsweise bei Anlagen und/oder Werkzeugen, die von Verklebungen und Fett befreit werden müssen.

    CO2-Schneestrahlen

    Das Prinzip der CO2-Schneestrahlen ist dem Verfahren der Trockeneisstrahlen relativ ähnlich. Allerdings kommt beim Schneestrahlen CO2-„Schnee“ als Strahlmittel zum Einsatz.

    Dampfentfettung

    Bei diesem technischen Reinigungsverfahren werden bei den Bauteilen in einer sogenannten Entfettungskammer sämtliche Fettrückstände entfernt. Zur Anwendung kommen hierbei fettlösende organische Lösungsmittel in Form von Dampf.

    Spritzreinigung

    Spritzreinigungen kommen dann zum Einsatz, wenn es darum geht, besonders großflächige Bauteile und Werkstücke zu reinigen. Hierbei kommen zumeist Reiniger zum Einsatz, die aus wässrigen Lösungen bestehen. Dabei werden die Verschmutzungen zum Teil abgelöst oder emulgiert. Teilweise werden die Verunreinigungen durch die kinetische Energie des Wasserstrahls entfernt.

    Strahlreinigung

    Bei der Strahlenreinigung handelt es sich um ein mechanisches Verfahren, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn neben den Sauberkeitsfaktoren der Oberflächen weitere Eigenschaften hinzukommen. Soll es beispielsweise zusätzlich zu Glättungen, Aufrauhungen oder Mattierungen kommen, so kann eine Strahlenreinigung das Verfahren der Wahl sein und kommt dann in Form von Wasserstrahlen, Druckluftstrahlen oder Trockeneisstrahlen zum Einsatz.

    Tauchbadreinigung

    Eine Tauchbadreinigung bietet sich an, wenn es sich um komplizierte Bauteile mit besonders sensiblen Oberflächen handelt, die einer Reinigungsprozedur unterzogen werden müssen. Die jeweiligen Teile werden komplett in eine spezielle Reinigungsflüssigkeit eingetaucht und im Tauchbad bewegt. So werden die entsprechenden Teile vollständig von der Reinigungsflüssigkeit umspült. Die chemische Wirkung des Reinigers bewirkt dann die vollständige Abtragung der Schmutzpartikel.

    Ultraschallreinigung

    Dieses Reinigungsverfahren ist aufgrund der einfachen und unkomplizierten Einsatzfähigkeit sehr beliebt. In einer Spezialwanne wird die im Bad befindliche Flüssigkeit mit Frequenzen im Ultraschallbereich versehen (also oberhalb von 20 kHz). Dadurch werden die eingelegten Teile bewegt. Die dabei entstehenden Schwingungen bewirken, dass zwischen den Flüssigkeits-Molekülen kleinste Hohlräume aufgebaut werden, die nach einiger Zeit implodieren und damit Schmutzpartikel praktisch wegschwemmen.

    Reinigungsverfahren – Ergebnisse unter der Lupe

    Jenseits der jeweiligen Verfahren, die zur Säuberung kleinster Teilchen zur Anwendung kommen, erhält die Überwachung sauberkeitssensibler Fertigungen hinsichtlich abschließender Prüfungen einen weiteren, bedeutenden Stellenwert. Gerade die industriellen Teilereinigungsanlagen, welche die Schlüsselrolle zu sauberen Bauteilen übernehmen, werden zumeist nur mangelhaft überwacht. Hierzu gibt es allerdings Lösungsansätze, die Abhilfe schaffen. Sie wurden bereits von der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik präsentiert. Dabei handelt es sich um zwei Systeme, die es gestatten, Partikel direkt in einem strömenden Medium, wie etwa im Spülkreislauf einer Reinigungsanlage, zu erfassen. Die Basis für das erste Sensorsystem bildet ein modifizierter Flüssigkeitspartikelzähler, der sich durch seine schnelle Echtzeitanalyse auszeichnet. Das zweite System erlaubt mittels Einsatz einer Kamera sowie einer geeigneten Bildverarbeitung eine sehr präzise Vermessung der Partikel im Flüssigkeitsstrom.

     

    Tipp: Auswahlsystem für Reinigungsverfahren, -anlagen und -mittel

    Lesen sie dazu auch:

    Reinigungsverfahren Teil1: Bedeutung in der Sauberfertigung

    Verweise:

    Automatisierte Teile-Reinigung mit flüssigen Medien
    CO2 Reinigung zur Erzielung von sauberen Bauteilen


    Verfasst von Ursula Pidun

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    Veröffentlicht in Technische Sauberkeit

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