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  • 06. Oktober 2011

    Reinigung von Reinräumen – spezialisiertes Personal (Teil 3)

    Hinsichtlich einer spezialisierten Reinigung von Reinräumen steht das qualifizierte Personal im Mittelpunkt. Engagiert und motiviert sollte es sein, ansonsten kommt es schnell zu unerfreulichen Fehlerquoten mit weitreichenden Folgen. Ebenso wichtig sind Spezial-Schulungen, um die Belange rund um die professionelle Reinigung von Reinräumen auf dem neusten Stand zu halten.

    Reinigungskräfte, die auf die Reinigung von Reinräumen spezialisiert sind, werden auch „Clean-Operator“ genannt. Der Einsatz der Clean-Operator sollte möglichst so vonstattengehen, dass ein Wechsel des Personals weitgehend vermieden wird. Je vertrauter das Personal mit den jeweiligen Anforderungen der Reinräume ist, umso sicherer lässt sich eine erstklassige, mangelfreie Reinigung von Reinräumen durchführen. Zum Einsatz sollten nur qualifizierte Kräfte herangezogen werden, die mit den hohen hygienischen Standards bestens vertraut sind. Ebenfalls stellt sich die Notwendigkeit, dass das Reinigungspersonal über einen gleichen Stand der Ausbildung verfügt, wie das Produktionspersonal. Damit erhalten Aus- und Weiterbildung einen eigenen, großen Stellenwert. Richtlinien lassen sich im VDI 2083 eruieren. Hier werden auch Vorschriften zur Anwendung bestimmter Wisch-Techniken sowie weiterer Vorgehensweisen innerhalb der Reinigung von Reinräumen erörtert.

    Personal schulen und motivieren

    Die Schulung des speziellen Reinigungspersonals sollte zu den vorrangigen Aufgabestellungen zählen. Neben der Einhaltung spezieller Reinigungstechniken kommen beispielsweise in den mikroelektronischen Produktionsbereichen auch Reinigungslösungen wie etwa Isopropanol und/oder Ethanol zum Einsatz. Daher ist es auch erforderlich, das Reinigungspersonal hinsichtlich des Umgangs mit Gefahrstoffen ausreichend zu schulen. Die Richtlinie VDI 2083 bietet auch hierzu weitere Informationen und Vorgaben.

    Probleme führen zu fehlerhaften Ergebnissen

    Probleme können sich ergeben, wenn Reinigungsprozesse durch das Personal nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Passiert dies, so lassen sich die Fehlerquellen oftmals in einer zu schnellen und damit defizitären Säuberung erklären. Auch Übermüdungserscheinungen der Mitarbeiter führen zu fehlerhaften Reinigungsergebnissen. Dies passiert häufig dann, wenn Personal zur speziellen Reinraum Reinigung eingesetzt wird, das diese Aufgaben zusätzlich nach einem bereits absolvierten Arbeitstag erledigt. Für derart komplexe und diffizile Reinigungsprozesse sollte daher möglichst nur motiviertes und bestgeschultes Personal zum Einsatz kommen.

    Reinheitskontrollen im Reinraum

    Da eine 100-prozentige Überprüfung der Reinigungsergebnisse nicht zu leisten ist, kann es sich hinsichtlich der Qualitätskontrollen von Maßnahmen zur Reinigung von Reinräumen immer nur um Stichproben handeln. An jenen Orten der Produktion, die aufgrund der empfindlichen technologischen Bereiche staubfreie Umfeld-Milieus erfordern, wird die Luftqualität überprüft. Im Fokus stehen hier die speziellen Partikelmessungen. Solche Prüfungen, die vom Betreiber veranlasst oder durchgeführt werden, führen den Raum damit einer speziellen Qualifizierung zu. Dabei ist es oftmals nicht völlig auszuschließen, dass restliche Kontaminationen zurückbleiben. Sie können allerdings sichtbar gemacht werden. Dies geschieht zumeist anhand von UV-Licht oder mittels Klebeband. Auch Abspülvorgänge fördern Restschmutz zutage. Die Reinheit bereits gereinigter Oberflächen lässt sich auch durch Abspülprozesse bestimmen. Dabei wird das jeweilige Spülwasser chemischen, mikrobiologischen und/oder physikalischen Analysen unterzogen.

    Grenzwerte zur Planung der Reinigung von Reinräumen

    Zu einem Gesamtbild, das sich der Prüfer hinsichtlich der Reinheit des Reinraums macht, zählt die Festlegung von Grenz- und Warnwerten, die vorab definiert wurden. Somit lässt sich präzise beurteilen, ab wann weiterer Handlungsbedarf besteht, weil tolerierbare Grenzwerte überschritten wurden. Zusätzlich wird der jeweilige Reinigungsplan hinzugezogen. So wird dem Prüfer ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt und auf welche Weise der Reinraum gereinigt wurde. Exakt eingehaltene Reinigungsintervalle zählen damit zum A und O der professionellen Reinigungsprozesse, deren Dokumentationen ebenso wichtig wie unerlässlich sind.

     

    Lesen sie auch Teil 1 und Teil 2 dieser Artikelserie:

    Reinraumreinigung -mehr als nur sauber (Teil 1)

    Reinraum Reinigung im Fokus (Teil 2)

    Literaturhinweis:

    Projektplanung Reinraumtechnik (Hrsg. Gail, Gommel, Weißsieker)

    Kapitel 4.7 „Reinigung von Reinräumen“ von Frank Duvernell, GF der Fa. Profi-con


    Verfasst von Ursula Pidun

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