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  • 15. Dezember 2011

    Partikel Kontamination – Einflussgrößen in der Montage

    Nach der Endreinigung der Einzelteile von Bauteilen und Baugruppen ist das Risiko einer Kontamination nicht gebannt. Im Gegenteil besteht an dieser Stelle das Problem einer erneuten Rückverschmutzung. Verursacht werden kann dies durch zahlreiche Einflüsse und Größen.

    Partikel Kontamination

    Auch nach der Endreinigung der Einzelteile von Bauteilen ist das Risiko einer Kontamination nicht gebannt (Foto: nicolas_ / istockphoto.com)

    Endgültig gebannt sind mögliche Verunreinigung durch Einflüsse äußerer Partikelquellen erst nach der Endmontage zu einem in sich geschlossen System. Mögliche Kontaminationsquellen werden in der Publikation VDA 19 Teil 2 dargelegt. Zu den Einflussgrößen, die an sich saubere technische Bauteile vor dem Zusammenschluss zu einem geschlossen System beeinflussen können, zählen demnach unter anderem auch folgende Faktoren:
     

    Tabelle: S&R in Anlehnung an VDA 19.2, Abb. B.1
    Mögliche Partikelquellen
    Technisch saubere Einzelteile Eintrag durch Personal Fertig montiert Baugruppe mit Montageverschmutzung
    Fügepartikel
    Staub in der Umgebungsluft
    Unsaubere Verpackung
    Verpackungsabrieb
    Nacharbeit
    Staplerverkehr
    Vereinzelung
    Laufgitter über Anlagen
    Geöffnete Fenster

     

    Partikel – Vereinheitlichung und Strukturierung

    In der Vergangenheit ist es zu einer Vielzahl an Studien und Befragungen gekommen, die zeigten, dass hinsichtlich der Einflussgrößen bis dato keine Konkretisierung bzw. einheitliche Bewertung dieser Problematik stattgefunden hatte. In betroffenen Betrieben kamen unterschiedlichste Ansatzpunkte zur Rückführung der Verschmutzung zum Tragen. Der Erfolg dieser Bemühungen erbrachte dementsprechend differenzierte Resultate. Hinzu kamen deutlich schwankende Kosten, die veranschlagt werden mussten. Experten konnten diese recht unsichere und ungeklärte Praxis, die mit bis dahin unstrukturierten Vorgehensweisen vorherrschten, ordnen, vereinheitlichen und schließlich im VDA 19 Teil 2 publizieren. Damit bietet dieser Leitfaden seither eine verlässliche Basis für Planer innerhalb der Sauberfertigung.

    Einflussgrößen Partikel Kontamination

    Mit den gewonnenen Erkenntnisse, Hinweisen und Vorschlägen der Experten steht dem Fachpersonal im Bereich Technische seit Veröffentlichung des VDA 19 Teil 2 nunmehr ein umfassendes Werk als Ratgeber zur Verfügung. Der Leitfaden bietet auch eine Gruppierung unterschiedlicher Einflussfaktoren der folgenden Bereiche:

    Umgebungsluft – und hier im Besonderen:

    • Aufstellungsplan
    • Sauberkeitsbereiche
    • Boden, Decke, Wand
    • Türen, Tore, Fenster
    • Lüftung, Klimatisierung, Fahrwege

    Logistik – und hier im Besonderen:

    • Verpackungen
    • Transport
    • Schleusenkonzept
    • Entpacken
    • Kommissionierung
    • Lagerung

    Personal – und hier im Besonderen:

    • Grundregeln
    • Schulung und Qualifizierung
    • Bekleidung
    • Handhabung
    • Reinhaltung des Arbeitsbereichs

    Montageeinrichtungen – und hier im Besonderen:

    • Planung
    • Bestandteile
    • Gestaltungsgrundsätze
    • Fügeprozess
    • Integrierte Reinigung
    • Gestaltungsgrundsätze
    • Inbetriebnahme

    Kontamination – Detaillierungsgrad der Einflussgrößen

    Schließlich werden auch die jeweiligen Einflussgrößen in einem Detaillierungsgrad betrachtet, die eine wirkungsvolle Bewertung und Optimierung sowie Reduzierungsmöglichkeiten der Partikelquellen zulässt. Dabei stehen auch Aspekte zu Einflussgrößen bzw. Partikelquellen im Vordergrund, die zwangsläufig ganz unterschiedlichen Betrachtungsweisen unterzogen werden müssen. Beispielsweise kann es in Hinblick auf die Verpackung durch Abrieb am Bauteil zu einer direkten Verunreinigung der Bauteile kommen. Doch auch das Personal steht im Fokus. Hier spielt die Kleidung eine Rolle, die zur Partikelquelle wird, wenn z.B. Flusen abgesondert werden. Allerdings wird auch immer wieder darauf verwiesen, wie groß der Einfluss der Mitarbeiter in der Montage in Hinblick auf eine mögliche Partikelerzeugung ist. Dieser Einfluss wird durch das jeweilige Verhalten innerhalb der Tätigkeiten und Vorgehensweisen in der Montage gesteuert.

    Verweise:

    VDA 19 Teil 2 – Technische Sauberkeit in der Montage
    Reinraumtechnik – Interview mit Dr. Lothar Gail
    Auf der Jagd mit Partikelfallen
    Verfahren zur Partikel Messung
    EDX-Analyse zur Partikel Messung
    CO2-Reinigung zur Erzielung von sauberen Bauteilen
    CO2-Schneestrahltechnik – Interview mit Dipl.-Ing. Hans-Jörg Wössner


    Verfasst von Ursula Pidun

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