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  • 02. Mai 2013

    Modulräume bieten beachtliche Vorteile – INTERVIEW mit Stefan Ilg, KELVIN GmbH

    Der Einsatz von Modulräumen bietet Unternehmen eine erstklassige Alternative, sauberkeitsrelevante Zonen in die bestehenden Abläufe zu integrieren. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass keine Veränderungen an Gebäuden vorgenommen oder laufende Produktionsprozesse erweitert werden müssen. Wir haben nachgefragt.

    Reinraum-Modul

    Die KELVIN GmbH ist u.a. spezialsiert auf komplexe Modulräume. (Foto: KELVIN GmbH)

    Die Kelvin GmbH mit Sitz in Günzburg ist seit 1999 im Bereich der Reinraumtechnik tätig. Das Unternehmen bietet Kunden vom produzierenden Gewerbe über die Industrie und Medinzinproduktehersteller bis hin zum Pharmabereich unterschiedlichste Lösungsansätze für komplexe Anforderung sensibler Sauberkeitsbereiche. Im Vordergrund steht der Anspruch, als kompetenter Ansprechpartner für das gesamte Projekt zur Seite zu stehen. Zu den Spezialitäten des Unternehmens zählen u.a. Reinraum-Modulräume. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Stefan Ilg, Projektleiter der KELVIN GmbH.

    Herr Ilg, der Bereich Reinraum und Technische Sauberkeit hat in der Vergangenheit deutlich zugenommen. Seit wann beobachten Sie diesen Trend und worauf führen Sie diese Entwicklung zurück?

    Stefan Ilg, Projektleiter KELVIN GmbH (Foto: Kelvin GmbH)

    Projektleiter Stefan Ilg
    (Foto: KELVIN GmbH)

    Die stetige Zunahme der Anforderungen an Produktionsumgebungen hat unserer Beobachtung nach zwei verschiedene Ursachen. Zum einen technologische Anforderungen, um die Qualität von Produkten zu erhalten, wie beispielsweise in der Fertigung von Elektronikkomponenten. Dies wird vor allem durch die Regeln der Technischen Sauberkeit abgebildet. Zum anderen – und das vermehrt in jüngerer Vergangenheit – auch regulatorische Anforderungen. Dies betrifft vor allem den Bereich Pharmazie und Lebensmittel.

    Das Unternehmen Kelvin hat sich u.a. auf Modulräume spezialisiert. Seit wann bieten Sie solche Reinraumkonzepte und über welches Portfolio verfügen Sie in diesem Bereich?

    Das Konzept des Moduleinraums haben wir Anfang 2006 gemeinsam mit einem Kunden das erste Mal durchgeführt. Hierbei sind wir bemüht, alle Anforderungen unserer Kunden im Rahmen eines Modulgebäudes umzusetzen. Die technischen Möglichkeiten unterscheiden sich hierbei nicht wesentlich von den Klassischen „Raum in Raum-Konzepten“.

    Ihr Angebot wendet sich u.a. auch an Unternehmen, die sich erstmals mit der Sauberkeits-Thematik befassen?

    Wie bereits eingangs erwähnt, sind immer mehr Unternehmen darauf angewiesen, sich mit dem Bereich der Reinraumtechnik zu befassen. Somit bietet sich das Konzept eines Modulgebäudes für eine Reine Produktionsumgebung vor allem bei gewachsenen Strukturen, welche die Integration eines Reinraums erschweren, an.

    Unternehmen fürchten durchaus die hohen Kosten, die mit der Einrichtung eines Reinraums verbunden sind. Doch es muss nicht immer ein aufwändiges und kostspieliges Raum-in-Raumkonzept sein?

    Der klassische Reinraum ist, wie Sie richtig feststellen, im allgemeinen sehr kostenintensiv. Sowohl in der Investition als auch im andauernden Betrieb. Jedoch muss nicht immer ein Reinraum im klassischen Sinn die Lösung für ein spezifisches Kundenproblem sein. Wir sind bemüht, gemeinsam mit dem Kunden ein jeweils optimales Konzept zu erarbeiten, das auch den Geldbeutel unserer Kunden schonen soll. Hierbei ist auch der Modulraum eines unserer Konzepte.

    Welche weiteren Alternativen bietet das Unternehmen Kelvin?

    Neben den bekannten Reinräumen und den Modulgebäuden bieten sich, je nach Erfordernis, auch reine Arbeitszonen, Reinraumzelte oder auch Laminar-Flow-Arbeitsplätze an. Je nach dem welche Anforderungen an den Produkt- oder auch Personenschutz gestellt werden, entwickeln wir aus diesen Möglichkeiten ein Lösungskonzept für den jeweiligen Kunden.

    Erst mit der Ausstattung einer entsprechenden Reinraumtechnik wird der Reinraum funktionsfähig. Um welche Komponenten, die integriert werden müssen, geht es dabei im Einzelnen?

    Eine grundlegende Gemeinsamkeit aller Reinräume besteht in einem hohen Anspruch an die Luftreinheit. Diesem wird durch den Einsatz von Partikelfiltern in zentraler Zuluft oder durch Umluftfiltration mittels sogenannter Filter Fan Units (FFU’s) entsprochen. Doch nicht nur Partikelfilter in der Zuluft machen einen Reinraum aus. Darüber hinaus sind je nach Anwendung auch Anforderungen an die Auswahl von Oberflächen, Materialien und das Konzept der Luftströmung wichtige Kriterien für einen insgesamt funktionsfähigen Reinraum.

    Reinraum-Modul

    Die Aufstellung eines Reinraummoduls vor Ort (Foto: KELVIN GmbH)

    Auch diese komplette Ausstattung ist mit in Ihrem Angebot?

    Ganz richtig- unser Leistungsspektrum reicht von der Bereitstellung eines einfachen Reinraumzeltes, ohne weitere Technik, über Reinräume als „Raum in Raum Lösung“ bis hin zu den genannten Modulgebäuden. Für alle diese Varianten stimmen wir unsere Leistungen gemeinsam mit dem Kunden ab. So liefern wir nicht nur den Raum, sondern auch die Anlagentechnik, Elektro- und Dateninstallation, sowie Medien- Schleuseneinrichtungen und sonstiges Reinraummobiliar nach Kundenwunsch.

    Welche innovativen Neuerungen bieten Modulräume der neuen Generation insbesondere in Hinblick auf frühere Konzeptionen?

    Modulräume bieten vor allem zwei Vorteile: Sie lassen sich ohne Eingriffe in bestehende Strukturen außerhalb aktiver Prozesse installieren. Zum anderen können deutlich kürzere Projektierungszeiten realisiert werden als im klassischen Baugewerbe. So konnten wir im letzten Jahr bei einem langjährigen Kunden nach der Planfreigabe die funktionsfähigen Räumlichkeiten nach nur drei Monaten Projektierung bereits zur Produktion übergeben.

    Ist in Hinblick auf weitere Entwicklungen und Neuerungen auch in Zukunft einiges zu erwarten?

    Es ist durchaus zu erwarten, dass die nächsten Jahre auf Grund der steigenden Nachfrage nach reinen Arbeitszonen weitere Neuerungen mit sich bringen werden. Wir selbst sind ebenfalls in der Entwicklung eines neuen Konzeptes für Anwender, die kurzfristig oder für begrenzte Zeiträume Reinraumumgebungen benötigen.

    Mit welchen Erwartungen für die Reinraumbranche blickt das Unternehmen KELVIN GmbH in die Zukunft?

    Wir sehen die Zukunft der Reinraumbranche in einem positiven Licht. Durch die steigende Anzahl von Anwendungsbereichen und steigenden Qualitätsansprüchen des produzierenden Gewerbes wird von der Branche eine neue Flexibilität gefordert. Dies bedeutet im weiteren Sinne auch, dass durch die steigende Vielfalt der Anwendungsbereiche auch die Reinraumbranche weiterhin in der Entwicklung kundengerechter Lösungen gefordert ist.

     

    Verweise:
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Interview mit Dipl.-Ing. Peter Becker
    Kongressmesse Reinraumtechnologie – Interview mit Klaus Reinke, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt Exhibition GmbH
    Reinraumtechnik – Interview mit Dr. Lothar Geil
    Technische Sauberkeit – Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig
    Der „Illig“-Wert
    Sauberkeit und Reinraum – Produktpräsentation mittels Virtual Realty (VR
    Reinraumschleuse für das Personal



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