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  • 17. April 2013

    Luftextraktion im praktischen Einsatz

    Im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen CleanControlling auf der Branchenmesse parts2clean ein neues Verfahren zur Partikelextraktion vor. Seit einem Jahr ist die sogenannte Luftextraktion nunmehr bereits im Einsatz und hat sich bestens bewährt. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Andreas Müller, Laborleiter im Unternehmen CleanControlling.

    Luftextraktion

    Seit einem Jahr bietet CleanControlling ein innovatives Luftextraktionsverfahren an (Foto: CC)

    Das Unternehmen CleanControlling mit Sitz in Emmingen-Liptingen in Baden-Württemberg stellte im vergangenen Herbst auf der Branchenmesse parts2clean ein neuartiges Verfahren zur Partikelextraktion mittels Luftextraktion vor. Im unternehmenseigenen Analyselabor, das auf rund 200 Quadratmeter erweitert wurde, wird das Verfahren bereits seit einem Jahr erfolgreich durchgeführt. Inwieweit hat es sich inzwischen bewährt und wie hoch ist der Zufriedenheitsgrad bei den Kunden? Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Andreas Müller, Leiter des Analyselabors im Unternehmen CleanControlling.

    Laborleiter

    Andreas Müller, Laborleiter CleanControlling (Foto: CC)

    Herr Müller, seit etwa einem Jahr bietet das Unternehmen CleanControlling Kunden ein neuartiges Verfahren zur Partikelextraktion mittels Luftextraktion an. Was ist hierbei neuartig und nach welchem Prinzip funktioniert das Verfahren?

    Das neuartige daran ist Folgendes: Das Prüfteil wird unter funktionsnahen Bedingungen analysiert, das heißt, das Bauteil wird in der Einbaulage fixiert und mit dem im Fahrzeug herrschenden Volumenstrom durchströmt.

    Anschließend wird die erzeugte Membrane auf einen Analysefilter umbeprobt und mikroskopisch ausgewertet.
    Der Aufbau des Prüfstands ermöglicht uns den Volumenstrom genau zu bestimmen und somit eine kontinuierliche Extraktion zu gewährleisten.

    Wie lässt sich die Resonanz auf das Angebot beurteilen?

    Die Resonanz des Verfahrens ist mittlerweile angestiegen, sodass die Bauteile, die erstmals mit dieser Anforderung belegt wurden, nun zur Bemusterungsphase kommen.

    Worin liegen die besonderen Vorteile dieses Verfahrens insbesondere auch gegenüber Reinigungsverfahren mittels flüssiger Medien?

    Die klaren Vorteile liegen darin das seriennah beprobt wird. Dies bedeutet, dass die Abreinigung der Oberfläche nicht mittels Flüssigkeit erfolgt. Vielmehr wird das Bauteil unter reellen Einsatzbedingungen analysiert. Die Extraktion ist durch die feste Adaption des Prüflings an den Prüfstand deutlich Werker unabhängiger als die Flüssigskeitsbeprobung.

     
    Seit einem Jahr bietet CleanControlling das neuartige Verfahren der Luftextraktion:

    Fotos: CleanControlling; Animation: Sauberkeit & Reinraum
     

    Werden auch Analysen von Bauteilen möglich, die durch Behandlungen mit Flüssigkeiten bereits stark angegriffen oder sogar zerstört wurden?

    Ja auf jeden Fall, denken Sie nur an Luftftilterbauteile oder Filtermatten. Diese würden zuerst die Flüssigkeit aufsaugen und dann verzögert abgeben, somit würde durch die Flüssigkeit das Bauteil zerstört oder angegriffen werden, und es würden zusätzlich Partikel erzeugt.

    Wie erfolgt die Analyseprozedur?

    CleanControlling

    CleanControling ist Spezialist für Technische Sauberkeit (Foto: CC)

    Der Prüfling wird zunächst mit der spezifischen Adaption an den Prüfstand angeschlossen und mit den vorgegebenem Prüfparametern (Volumenstrom / Prüfdauer) gemäß Prüfspezifikation durchströmt.

    Die abgelösten Partikel werden dann auf einer 10µm Filtermembrane aus Edelstahl aufgefangen. Anschließend wird die erzeugt Filtermembrane im Extrationskabinett auf einen Standard Analysefilter 5µm umbeprobt.

    Nach diesem Arbeitsschritt kann die Auswertung der Analysemembrane erfolgen, hierbei wird standardmäßig eine mikroskopische Analyse und Auswertung erstellt. Grundsätzlich stehen auch weitere Analysemethoden zu Auswahl, diese wären beispielsweise gravimetrische Auswertung, EDX und IR Analysen.

    Auf welche Weise findet die Dokumentation statt?

    Die Dokumentation einer Luftextraktionsprüfung wird in 3 Teilen erstellt:

    • Verfahrensanweisung:
      Hierbei werden die prinzipiellen Abläufe einer Luftextration beschrieben.
    • Prüfanweisung:
      In diesem Dokument werden alle Bauteilspezifischen Daten zur Prüfung dokumentiert wie z.B. Volumenstrom, Prüfdauer, Sollvorgaben, Bauteil-Nr.:, Adaptions-Nr.:.
    • Prüfbericht:
      Im Prüfbericht werden die Analyseergebnisse detailliert ausgewiesen. Zusätzlich erhält der Kunde eine Bild-Dokumentation von den fünf größten metallisch glänzenden und nicht glänzenden
      Partikel.

    Gibt es eventuell noch Verbesserungspotenzial und falls ja, an welcher Stelle?

    Durch die gewonnen Erfahrungen des letzten Jahres haben wir ständig Optimierungen durchgeführt. Die daraus resultierenden Erfahrungen können wir nun an unsere Kunden weitergeben.

     

     

    Verweise:
    Messtechnik – Blindwert bei der Abklingmessung
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Gravimetrie – Wägen im Mikrogramm-Bereich

    EDX-Analyse zur Partikel-Messung
    Verfahren zur Partikel-Messung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung
    Bauteilsauberkeit – Messen von Sauberkeitseinflüssen


    Verfasst von Ursula Pidun

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