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  • 25. Oktober 2012

    Laser Partikelzähler in der Verfahrenstechnik – Interview mit Markus Renkl, HACH LANGE GmbH

    Im Rahmen der Verfahrenstechnik zur Partikel-Messung gibt es eine Vielzahl an Geräten, um feinste Mikropartikel aufzuspüren. Zur Detektion von Größe und Anzahl der in den jeweiligen Medien befindlichen Partikel kommen moderne Laser-Geräte zum Einsatz. Wir haben nachgefragt.

    Flüssigpartikelzähler

    Moderne Flüssigpartikelzähler bieten eine zeitsparende, sichere und schnelle Analyse (Foto: Hach-Lange.de)

    Modernste Verfahren zur Partikelmessung unterstützen Planer und Praktiker bei der Analyse der in reinen Räumen befindlichen Partikel. Aufwand und Investition lohnen sich: Auf diese Weise können kostenintensive Produktionsausschüsse weitgehend vermieden und gleichzeitig höchste Qualitätsmaßstäbe gesichert werden. Zum Einsatz kommen auch modernste Laser Partikelzähler. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Markus Renkl, Sales Manager Life Science / Electronics im Unternehmen HACH LANGE GmbH.

    Herr Renkl Die HACH LANGE GmbH bietet modernste Laser-Partikelzähler. Dies betrifft sowohl luftgetragene als auch flüssige Medien?

    Das ist richtig. Hach ist Hersteller der in den Märkten Life Science und Electronics bestens etablierten Brands MetOne für Luftpartikelzähler und HIAC für Flüssigpartikelzähler.

    Unterscheiden sich die Messprinzipien der beiden Medien wesentlich voneinander?

    Ja. Bei Luftpartikelzählern wird das Streulichtprinzip (Light scattering) angewandt und bei der Flüssigpartikelzählung das Prinzip der Abschattung (Light obscuration). Aber auch bei Spezialanwendungen in flüssigen Medien greift man auf Streulicht zurück um im Submicronbereich zu messen.

    Hinsichtlich flüssiger Medien bietet das Unternehmen u.a. den Partikelzähler HIAC 9703+. Über welche bezeichnenden Eigenschaften verfügt speziell dieses Gerät und für welche Unternehmen eignen sie sich besonders?

    Flüssigpartikelzähler

    Flüssigpartikelzähler bieten Sicherheit und Flexibilität (Foto: Hach-Lange.de

    Lassen Sie uns mit den Einsatzmöglichkeiten beginnen. Überwiegend wird das System in der Qualitätskontrolle pharmazeutischer Unternehmen eingesetzt. Davon gefolgt sind Forschung und Entwicklung sowie die Produktionsüberwachung.

    Gemessen werden kann in Bereichen von 0,5 μm bis 600 μm mit unterschiedlichen Sensoren – je nach Bedarf. Die häufigsten Routinekontrollen in der Pharmazie sind gemäß der Regelwerke für Parenteralia bei 10 und 25 µm gemäß USP, EP und JP aber auch von opthalmischen Lösungen und Inhalten. Natürlich liegt der größte Nutzen im Gebrauch der bereits verwendungsfertigen Testroutinen.

    Aber auch das einmalig geringe Totvolumen des Systems bietet gerade im Forschungsbereich entscheidende Kostenvorteile. 21CFR part11 Konformität, automatisierte Reinigungszyklen, optimierte Bauweise für den Einsatz unter Laminarflow sowie eine einfache Validierung des Systems sind entscheidende Kriterien für Arzneimittelhersteller und forschende Unternehmen.

    Sind beim Einsatz dieser Geräte zusätzliche manuelle Berechnungen überhaupt noch notwendig?

    Nein – es stehen speziell auf die Kundenbedürfnisse bzw. Regelwerke maßgeschneiderte Softwaremodule zur Verfügung. Aber auch benutzerspezifische Prozeduren können in eigens dafür geschaffenen Modulen definiert und abgerufen werden.

    Welche Vorteile bietet diese gerät hinsichtlich möglicher Unsicherheiten bei Messwertabweichungen?

    Mit der neuen Gerätegeneration wurden Alarme für Anomalien eingeführt. Bei ungenügender Probenaufbereitung oder auch bei Sensorverschmutzung wird der Nutzer gewarnt ebenso bei Überkonzentration. Im Modul Instrumentstandardisierungstest (IST) können Nutzer selbst Kalibrier- und Verifizierungstest durchführen.

    Die HACH LANGE-Geräte MET ONE 3400 und MET ONE 6000 hingegen werden für die Messung luftgetragener Partikel angeboten. Welche Eigenschaften stehen hier besonders im Vordergrund?

    Während bei der portablen Geräteserie 3400 die intuitive Bedienung und ein effizientes Datenmanagement im Vordergrund stehen, sind es bei den Remotesensoren der Serie 6000 die einfache Installation und Integration gerade bei schon existierenden Monitoringsystemen. Ein interner Datenspeicher schützt im Falle eines Systemausfalls vor Datenverlust. Eine optische Statuskontrollanzeige erleichtert das Trouble Shooting bei Partikel-, Flow- oder Kommunikationsalarm. Eine Herausforderung ist die Verträglichkeit gegenüber Sanitisierungsprozessen. Hierfür wurde die Serie 7000 entwickelt, welche mit einer speziell abgedichteten Umhausung und integrierten Ventilen den H2O2-Washdowns gewappnet ist.

    Für welche Reinraumanforderungen bieten sich diese Geräte ganz besonders an?

    Alle Geräteserien sind sowohl für den Einsatz im pharmazeutischen Unternehmen als auch in der Elektronikbranche konzipiert. Die Unterschiede liegen da eher im Messbereich. Alle Geräte erfüllen die Anforderungen der ISO 14644 und ISO21501.

    Wodurch unterscheiden sich die beiden Modelle voneinander?

    Die portablen Geräte sind in erster Linie für die Qualifizierung von Reinräumen konzipiert und autark einsetzbar. Hier sind Tragekomfort, hohe Akkuleistung und Bedienerunterstützung für Auswertungen, Reporting und Datenexport das Thema. Die deutlich kleineren Sensoren für das kontinuierliche Monitoring sind zusammen mit Vakuumversorgung, Verschlauchung, Verkabelung und IT Soft- und Hardware Teil des gesamten Monitoringsystems.

    Partikelzähler METone3400

    Der Partikelzähler MET ONE 3400 bietet ein ein effizientes Datenmanagement (Foto: Hach-lange.de)

    Bei allen Geräten sind die Kommunikations- und Installationsmöglichkeiten vielfältig. Lässt sich dies vom Praktiker im Unternehmen selbst bewerkstelligen und bieten Sie ggf. eine Einführung hierzu an?

    Hier antworte ich mit sowohl als auch. Wir bieten unseren Kunden sowohl Turn-Key Lösungen als auch üblichen Support für Inbetriebnahmen in Eigenregie. Überwiegend nutzen die Kunden jedoch die Dienstleistungen – insbesondere die IQOQ-Qualifizierung vor Ort.

    Lassen sich mit diesem Gerät im Vergleich zu früheren Geräten Wartungszeiten, Ausfallzeiten und Kosten deutlich einsparen?
    Die Serviceintervalle sind aufgrund der kritischen Messaufgabenstellung vorgegeben. Die patentierte MetOne Long Life Laser Technologie reduziert jedoch die Gesamtbetriebskosten. Die MTTF (Mean Time To Failure) beträgt 10 Jahre.

    Validierung und ISO-gerechte Zertifizierungen werden von Ihrem Hause regelmäßig vorgenommen?

    Die Hach Lange GmbH bietet von einer einfachen Wartung mit Kalibrierung über Wartungsverträge bis hin zum „Sorglos-Paket“ Komfortvertrag eine breite Auswahl. Darüber hinaus bieten wir den bereits erwähnten Qualifizierungsservice. Alle Partikelzähler der neuesten Generation genügen der neuen Kalibriernorm ISO21501. Unsere kompetenten Techniker werden regelmäßig geschult, die eingesetzten Messmittel sind zertifiziert und die Standards rückführbar. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert.

    Sind bereits weitere innovative Gerät-Entwicklungen im Bereich Partikelzähler in Planung?

    Wir sind stolz, bei allen MetOne und HIAC – Produkten eine sehr junge und innovative Gerätegeneration vorzuhalten. Brandneu ist „Paperless“ für portable Geräte der Serie 3400. Sie spart Anwendern unglaublich viel Zeit und macht das Datenmanagement zudem sicherer. Es gibt mehrere Entwicklungsprojekte, an denen derzeit gearbeitet wird. Details dazu kann ich aber leider noch nicht nennen. Auf Jahressicht können wir aber sicher wieder mit Produktneuerungen rechnen.

    Das Interview führte Ursula Pidun

    Verweise:
    Hans Illig – Pionier in der Technischen Sauberkeit
    Technische Sauberkeit – Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig
    Interview mit Hans Illig Teil2
    Restschmutz vermeiden – aber wie?
    Portrait Volker Burger – Experte für Restschmutzanalysen
    Verfahren zur Partikelmessung
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Der „Illig“-Wert
    Gravimetrie – Wägen im Mikrogramm-Bereich
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung


    Verfasst von Ursula Pidun

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