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  • 23. August 2012

    Kalibrierung von Druckmessgeräten – Interview mit Dipl.-Ing. Christian Sura, Halstrup-Walcher Gruppe

    Professionell ausgestattete Reinräume unterliegen einer Vielzahl an Kontroll-Mechanismen. So werden Messungen vorgenommen, Lüftungsanlagen überprüft und atmosphärische Drücke kontrolliert. Auch die regelmäßige Kalibrierung steht im Fokus. Dabei macht Genauigkeit den Unterschied. Wir haben nachgefragt.

    Kalibrieren

    Genauigkeit macht auch bei der Kalibrierung den Unterschied (Foto: Halstrup-Walcher.de)

    Drucksensoren und Druckmessgeräte, die in der Klima- und Lüftungstechnik, zur Filterüberwachung, in der Reinraum- und Medizintechnik, im Maschinenbau oder als Servicegeräte für Montage und Wartungsarbeiten zum Einsatz kommen, müssen regelmäßig kalibriert werden. Das Unternehmen Halstrup-Walcher (www.halstrup-walcher.de) bietet solche Geräte und dies in gleich drei Varianten. Im Gespräch mit Dipl.-Ing. Christian Sura. Der Vertriebsleiter ist seit 23 Jahren im Unternehmen und hat anfangs in der Entwicklung gearbeitet. Seit dem Jahr 2000 ist der Experte Prokurist und leitet seither den Vertrieb.

    Vertriebsleiter Dipl.-Ing. Christian Sura

    Dipl.-Ing. Christian Sura (Foto: Halstrup-Walcher.de)

    Herr Sura, Druckmessgeräte und Drucksensoren sorgen für die Einhaltung hoher Maßstäbe in reinen Umgebungen. Solche Geräte müssen regelmäßig kalibriert werden?

    Gerade bei sehr kleinen Drücken von wenigen Pascal, wie sie im Reinraum vorkommen, ist die Drucküberwachung sehr kritisch. Wir empfehlen daher die jährliche Kalibrierung der Druckmessgeräte, um die Prozesse sicher zu stellen. Nur so können beispielsweise Impfseren oder Blutkonserven steril gehalten werden.

    Aber auch in der Elektronikbranche bei der Herstellung von z.B. Silizium- Wafern oder Flachbildschirmen sichert eine staubfreie Atmosphäre die Produktion und vermeidet Ausschusskosten von mehreren Hunderttausend Euros.

    Mit welchen Geräten lässt sich eine solche Kalibrierung durchführen?

    Wir haben hierzu drei verschiedene Druckkalibiergeräte im Lieferprogramm: Das KAL 84, das KAL 100 und das KAL 200

    Wodurch unterscheiden sich die einzelnen Gerätetypen?

    Das KAL 84 ist ein analoges Druckkalibriergerät, welches sich ideal für den Einsatz im Feld eignet. Das Gerät ist sehr leicht und wird über eine 9V- Blockbatterie gespeist. Der Druck wird über einen integrierten Druckbalg manuell erzeugt und mittels hochpräziser Messzelle zur Anzeige gebracht. Die Genauigkeit beträgt dabei 0,2% vom Endwert.

    KAL 84

    Das KAL 84 eignet sich ideal für den Einsatz im Feld. (Foto: Halstrup-Walcher.de)

    Das KAL 100 und das KAL 200 haben eine integrierte Druckerzeugung mittels Pumpe. Somit wird ein vorgegebener Druck automatisch erzeugt, wobei dies ohne Überschwingen geschieht, was für das Kalibrieren sehr wichtig ist. Nur so kann die Hysterese des Prüflings, also der Unterschied des Messwertes beim Über- und Unterschreiten des vorgegebenen Druckwertes, exakt ermittelt werden. Die Kennlinie der Kalibrierung kann per mehrsprachigem Menü in prozentualen Schritten vorgegeben werden.

    Auch der Messbereichsendwert kann an den Prüfling angepasst werden, um größte mögliche Genauigkeit zu erzielen. Die Geräte haben einen automatischen Nullpunktabgleich und liefern daher einen sehr stabilen Referenzdruck. Beim KAL 100 erlaubt eine optionale USB- Schnittstelle die Kommunikation mit einem PC oder Laptop, diese ist beim KAL 200 im Standard vorhanden. Ein weiterer Unterschied sind die Messunsicherheiten der Geräte: das KAL 100 bietet eine Genauigkeit von 0,2% vom Endwert, das KAL 200 ist mit einer Genauigkeit von 0,1% das Spitzenprodukt der Kalibriergeräte aus dem Hause halstrup-walcher. Beide Geräte haben eine Netz- und optional eine Akkuversorgung, die auch die Kalibrierung vor Ort ermöglicht.

    Beim KAL 200 wir ein vorgegebener Druck automatisch erzeugt (Foto: Halstrup-Walcher.de)

    Nach welchen Kriterien sollten Unternehmen entscheiden, welches Gerät für das eigene Unternehmen die beste Wahl ist?

    Für Kalibrierungen z.B. von Lüftungsanlagen vor Ort empfehlen wir KAL 84 oder KAL 100 mit Akkubetrieb. Stationäre Kalibrierungen in z.B. innerbetrieblichen Kalibrierlabors werden von unseren Kunden meist mit KAL 200 durchgeführt.

    Die Geräte verfügen über eine integrierte Druckerzeugung. Was hat es damit auf sich?

    Einige Druckkalibriergeräte anderer Hersteller benötigen eine externe Druckquelle und regeln dann daraus den Solldruck. Diese externe Druckquelle ist bei unseren Geräten nicht erforderlich und ermöglicht somit den mobilen Einsatz. Beim KAL 84 wird über einen feinmechanischen Trieb manuell ein Druckbalg zusammengedrückt oder entspannt. Dadurch entsteht ein positiver oder negativer Überdruck. Komfortabler für den Anwender ist hingegen die Druckerzeugung beim KAL 100 und KAL 200: hier ersetzt eine Pumpe den Druckbalg. Diese Pumpe wird durch eine Regelelektronik angesteuert und liefert exakt den gewünschten Solldruck. Es kann positiver oder negativer Überdruck generiert werden.

    Wie leicht sind die Geräte zu handhaben bzw. wie komfortabel ist die Benutzerführung?

    Wir haben besonderes Augenmerk auf eine einfache Bedienung gelegt. Das KAL 84 kommt ganz ohne Software aus – hier gibt es wenige Tasten, mit denen ein Nullabgleich durchgeführt, die Hintergrundbeleuchtung der Anzeige ein- und ausgeschaltet, die Einheiten von z.B. Pa in mmHg geändert und eine Dämpfung zur Stabilisierung der Messwerte zugeschaltet werden kann.

    Bei den Druckkalibriergeräten KAL 100 und KAL 200 sorgt ein intuitives Menü für eine komfortable Bedienung. Auch ohne das Lesen der Bedienungsanleitung hat der Anwender schnell Zugang zu allen wichtigen Funktionen und kann das Gerät sofort einsetzen.

    Können Unternehmen die Installation der speziellen Software selbst vornehmen oder geschieht dies durch eine Servicekraft Ihres Unternehmens, damit das Gerät betriebsbereit zur Verfügung steht?

    Wir bieten auf unserer Homepage im Downloadbereich eine kostenlose Software für das KAL 100 und KAL 200 an, mit der die Geräte mit einem PC / Laptop kommunizieren können. Diese Software kann vom Anwender selbst installiert werden, nur noch die Kalibriergeräte per USB- Schnittstelle verbinden – fertig. Die Software ermöglicht die Konfiguration der Kalibriergeräte vom PC / Laptop aus und ermöglicht das Aufzeichnen der Messwerte.

    Wird zusätzlichen Zubehör wie etwa Netzteile und Messgeräte zum Betrieb der Geräte benötigt?

    Die Geräte benötigen kein weiteres Zubehör, da die Netzteile integriert sind – beim KAL 200 sogar zusätzlich ein Akku. Wir empfehlen als Transportschutz beim KAL 84 eine Tragetasche, die wir als Zubehör anbieten. Beim KAL 100 und KAL 200 ist eine Tragetasche Standard, hier bieten wir als Zubehör einen robusten Hartschalenkoffer.

    Innerhalb welcher Kostenspanne sind die Geräte erhältlich?

    Das KAL 84 ist ab ca. 1.000,- € erhältlich, KAL 100 und KAL 200 je nach Option zwischen ca. 2.400,- und ca. 4.200,- €.

    Das Interview führte Ursula Pidun

     
    Das Unternehmen Halstrup-Walcher:

    Verweise:

    Partikel – Beherrschung und Minimierung
    Messtechnik – Blindwert bei der Abklingmessung
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Der „Illig“-Wert
    Gravimetrie – Wägen im Mikrogramm-Bereich
    Auf der Jagd mit Partikelfallen
    Verfahren zur Partikelmessung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung


    Verfasst von Ursula Pidun

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