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  • 14. März 2013

    Industrieverbund TecSa 2.0 treibt Weiterentwicklung des Regelwerks VDA 19 voran

    Das Regelwerk VDA 19 ist für Verantwortliche in der Technischen Sauberkeit nicht wegzudenken. Die Publikation, die sich großer Beliebtheit erfreut, wird unter Einsatz eines Expertenteams im „Industrieverbund TecSa 2.0“ derzeit überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht. Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) hat das Projekt ins Leben gerufen.

    Industrieverbund-TecSa-2.0

    Im Dezember 2012 wurde der Industrieverbund TecSa2.0 offiziell gestartet (Foto: Fraunhofer IPA)

    In Hinblick auf standardisierte Vorgehensweisen zur Prüfung von qualitätsrelevantem „Restschmutz“ nimmt das Regelwerk VDA 19 den maßgeblichen Stellenwert in der Technischen Sauberkeit ein. Sowohl Entstehung als auch Weiterentwicklungen dieser Publikation wurden durch Dialoge eines vom Fraunhofer IPA geleiteten Industrieverbundes „Technische Sauberkeit TecSa“ begleitet. Mit dem „Industrieverbund TecSa 2.0“ steht das Projekt mit hochkarätiger Expertenbesetzung nunmehr seit Dezember 2012 in der Überarbeitungsphase.

    Industrieverbund TecSa 2.0 folgt einer Tradition

    Dr. Ing. Markus Rochwicz, Fraunhofer IPA

    Dr. Ing. Markus Rochwicz (Foto: Fraunhofer IPA)

    In den Jahren 2001 bis 2003 entstanden die Grundlagen für das inzwischen viel beachtete Regelwerk VDA 19. Gleichzeitig wurde unter maßgeblicher Beteiligung des TecSa-Projektkonsortiums das internationale Pendant zu VDA 19 unter der Bezeichnung „ISO 16232“ auf den Weg gebracht.

    In einem weiteren Industrieverbund „Montagesauberkeit MontSa“ wurden in den Jahren 2007 bis 2009 die Inhalte für den Leitfaden VDA 19 Teil 2 herausgearbeitet. Sie befassen sich mit den Schwerpunkten der sauberkeitsgerechten Fertigung und Montage speziell für die Bedürfnisse der Automobile und Zulieferindustrie.

    Das aktuelle Projekt „Industrieverbund TecSa 2.0“ setzt die erfolgreiche Arbeit nunmehr unter der Leitung von Dr. Ing. Markus Rochowicz und dem Technische-Sauberkeits-Team vom Fraunhofer IPA fort.

    Herausforderungen zwingen zum Handeln

    Hinsichtlich der Überarbeitung VDA 19 lehnen sich die Experten eng an Problemfelder der Industrie im Umgang mit der Technischen Sauberkeit an. Demnach beschäftigt Qualitätsverantwortliche für Technische Sauberkeit eine Vielzahl an Fragestellungen zu u.a. folgenden Herausforderungen, die im Leitfaden VDA 19 mit den jeweiligen Überarbeiten ihren Niederschlag finden und Lösungsansätze bieten:

    • Bauteilsauberkeitsanalyse besitzt keine Messmittelfähigkeit
    • Nicht optimale Vergleichbarkeit von Sauberkeitsprüfergebnissen
    • Folgen von „allumfassenden“ Grenzwerten
    • Budgetierung von Grenzwerten
    • Erstellung von Grenzwerten
    • Basiswissen bei Konstrukteuren und Qualitätssicherung nicht immer vorhanden
    • Gesundheit und Sicherheit beim Umgang mit Lösemitteln

    Expertenteam bringt Erfahrungswerte ein

    Für Experten resultieren aus Erfahrungswerten und Praxistests, die in der Vergangenheit gewonnen wurden, wichtige Konsequenzen. Sowohl bei den beteiligten Spezialisten als auch in der Branche besteht übereinstimmend Einigung darüber, dass Bauteilsauberkeit nach VDA 19 zwar keine „perfekte oder unfehlbare Prüfung sein kann“, jedoch zur besten Prüfung für Bauteilsauberkeit zählt, die es gibt. Darüber hinaus verfügt die Branche bisher über keine Alternativen zu den bestehenden Prüftechniken.

    Da ausgeklügelte und empfindliche Systeme und Aggregate innerhalb der Fahrzeuge in Hinblick auf Partikeleinträge immer komplexer werden und sensibler reagieren, kristallisiert sich die kontinuierliche Weiterentwicklung von VDA 19 als einzig zielführender Weg heraus, der kontinuierlich fortgesetzt wird. In einem ersten Schritt wurde vom Fraunhofer IPA innerhalb eines offenen Workshops bereits im Juni 2012 die erforderliche Bedarfsanalyse zur Revision von VDA 19 erstellt. Im Dezember 2012 konnte der TecSa2.0 dann offiziell gestartet und die Termine für die Arbeitstreffen festgelegt werden. Im Januar 2013 begann die fachliche Revisionsarbeit in vier Unterarbeitskreisen, die als Coreteams bezeichnet werden. Seitdem steht eine Terminübersicht zu den einzelnen Corteam-Treffen zur Verfügung, die über Themen informiert, die bearbeitet und diskutiert werden sollen.

    Industrieverbund TecSa 2.0 bietet perfekten Terminablauf

    Teilnehmer haben damit die Möglichkeit, sich ein Bild zu verschaffen, zu welchen Terminen die für sie interessanten Punkte besprochen werden. Daraus ergibt sich die Möglichkeit einer guten Vorbereitung aller Beteiligten dieser relevanten Treffen. Zudem sind Experten des Projektkonsortiums herzlich eingeladen, Beiträge zu Themenschwerpunkten einzubringen, die zusätzlich vorgestellt und diskutiert werden sollen.

    Der Coreteamplaner des Fraunhofer IPA gibt ausführlich Auskunft dazu, welche Themen die insgesamt vier ins Leben gerufenen Coreteams im Verlauf der fortgesetzten Termine weiterentwickeln. Grundlage bilden analysierte Schwächen der bestehenden VDA 19 mit den entsprechenden Korrekturvorschlägen bzw. Verbesserungsangeboten, die im Industrieverbund TecSa 2.0 ihren Niederschlag finden.

    Übersicht Termine Coreteam Industrieverbund TecSa 2.0:
    Coreteamplaner

    VDA 19 genießt hohes Ansehen

    Wie hoch der Bedarf zur Revision von VDA 19 ist, fasst das Fraunhofer IPA in einer eigens zum Industrieverbund TecSa 2.0 erstellten Präsentation zusammen. Hier erfahren Interessenten und Teilnehmer mehr zu den Hintergründen, die zu dem Entschluss einer weiteren Revision des Standardwerkes VDA 19 geführt haben. In der BRD gibt es derzeit ca. 25 Dienstleister, die Sauberkeitsprüfungen vornehmen. Etwa 3000 verkaufte Druckexemplare, eine Vielzahl an Downloads beim VDA QMC sowie 300 verkaufte englische Exemplare sprechen für sich und spiegeln das große Interesse an dieser Publikation und einer kontinuierlichen Überarbeitung des Regelwerks VDA 19 wider.

    Kontakt zum TecSa 2.0-Team:

    Dr.-Ing. Markus Rochowicz (Leitung), 0711-970-1175, rochowicz@ipa.fraunhofer.de
    Dipl.-Ing. Christian Ernst, 0711-970-1248, ernst@ipa.fraunhofer.de
    Dipl.-Ing. (Fh) Stefan Boos, 0711-970-1190, boos@ipa.fraunhofer.de
    Dipl.-Ing. Patrick Brag, 0711-970-1104 brag@ipa.fraunhofer.de

     

    Verweise:
    Restschmutz vermeiden – aber wie?
    Restschmutzanalysen nach VDA Band 19
    Verfahren zur Partikelmessung
    Automatische Partikel-Indentifikation
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Der „Illig“-Wert

    Verfahren zur Partikelmessung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung



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