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  • 07. Juni 2012

    Goller Systems feiert 65 Jahre unternehmerische Erfolgsgeschichte – Interview mit Geschäftsführerin Edith Pipelka

    Einstmals stand die Fertigung von Blechspielzeug im Fokus des Unternehmens Goller Systems in Klosterneuburg in Niederösterreich. Seit den 1990er Jahren hat das Unternehmen den Schwerpunkt auf die Produktion von Kunststoffkomponenten und Systemlösungen in Reinraum-Fertigung gelegt und feiert in diesem Jahr das 65-jährige Bestehen.

    Reinraumfertigungen

    Goller Systems bietet Systemlösungen aus Kunststoff und produziert in Reinräumen (Foto: Goller Systems)

    Solange schon besteht das traditionsreiche Unternehmen in Niederösterreich. Gegründet wurde es vom Namensgeber Hubertus Goller im Jahr 1947. Was einstmals mit der Herstellung von Blechspielzeug begann, wurde bis heute zu einem innovativen, hochmodernen Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb komplexer Kunststoff-Produkte für u. a. den diagnostischen, pharmazeutischen und medizintechnischen Bereich spezialisiert. Seit den 1990-er Jahren befasst sich GOLLER Systems auch mit der Reinraum-Fertigung und baut diesen Bereich zudem fortlaufend aus. Im Gespräch mit Edith Pipelka, geb. Goller, Geschäftsführerin und Tochter des Firmengründers, GOLLER Systems.

    Das Unternehmen Goller Systems feiert in diesem Jahr 65-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Betrieb von Hubertus Goller und der Firmengründer und Namensgeber wird mitfeiern?

    Geschäftsführerin Edith Pipelka

    Geschäftsführerin Edith Pipelka geb. Goller (Foto: Goller Systems)

    Natürlich – wir haben ja auch allen Grund zum Feiern! In den letzten Dekaden haben wir unser Profil geschärft und uns auf Produkte und Systemlösungen für die Branchen Pharma, Medizintechnik und Diagnostik fokussiert. Der Erfolg gibt uns recht: und daher feiert bei uns Jung und Alt!

    Ist das Unternehmen in Familienhand geblieben und wer führt es jetzt?

    Das Unternehmen ist weiterhin ein Familienbetrieb und wird nun in 2. Generation von meinem Mann und mir geleitet. Uns zur Seite steht ein kompetentes Management-Team, das für die jeweiligen Abteilungen verantwortlich ist und den Wachstumskurs von GOLLER Systems weiter vorantreibt.

    Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Goller Systems heute und gibt es Pläne zu personellen Erweiterungen in der Zukunft?

    Wir befinden uns auf Expansionskurs und erweitern unser derzeit 60 Personen umfassendes Team laufend mit Spezialisten aus den einzelnen Fachbereichen.

    Ursprünglich wurde Blechspielzeug hergestellt. Wie kam es zum Wechsel der Produktpalette und vor allem zur konsequenten Zuwendung zum Material Kunststoff?

    Goller-Blechspielzeug

    Mit Blechspielzeug hat alles begonnen (Foto: Goller Systems)

    Anfang der 1950er Jahre wurde vermehrt auf Kunststoff gesetzt. Auch mein Vater, Hubertus Goller, erkannte zu diesem Zeitpunkt den Trend basierend auf der Tatsache, dass Produkte aus Kunststoff zunehmend an Attraktivität gewannen. Daher legte er schon sehr früh in der Unternehmensgeschichte den Grundstein für die Produktion mit dem Material „Kunststoff“.

    Diesem Material sind wir bis heute treu geblieben. Natürlich verarbeiten wir gegenwärtig sämtliche Kunststoffarten, die den hohen Anforderungen der Medizin- & Pharmabranche entsprechen, und berücksichtigen dabei die hohen Qualitätsstandards, die in diesem Bereich unabdingbar sind.

    Auch beim Kunststoff lag die Konzentration zunächst auf der Herstellung von Spielzeug und Produkten für den Haushalt. Dann aber kam es zu einer weitreichenden Ausweitung des Produktangebots?

    Ja, das stimmt. Im Jahr 1980 wurden die ersten Produkte für die Bereiche Diagnostik und Pharma in Kooperation mit namhaften Pharmaunternehmen entwickelt und hergestellt. Auch heute wird eine Vielzahl von Produkten, die aus dem Hause GOLLER Systems stammen, in enger Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern entwickelt und umgesetzt.

    Seit wann bekam auch der Bereich Reinraum-Fertigung einen hohen Stellenwert und wie kam es dazu?

    Reinraumproduktion

    Heute steht die Produktion von Kunststoffprodukten im Fokus (Foto: Goller System)

    Der erste Reinraum wurde bei uns im Haus Anfang der 1990er Jahre gebaut. Zweierlei Gründe waren ausschlaggebend dafür: 1. Erkennen und Eingehen auf die Marktbedürfnisse und 2. Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen und deren Weiterentwicklung.

    Welche Produkte für den Bereich Reinraumfertigung werden in Ihrem Unternehmen hergestellt?

    Sämtliche Produkte, die bei uns hergestellt werden, werden unter Reinraumbedingungen gefertigt. Wir sind zum einen als Original Equipment Manufacturers tätig und stellen einzelne Komponenten, einfache Baugruppen zum Dosieren, Applizieren und Mischen sowie komplexe Systemlösungen gem. Kundenanforderung her. Natürlich produzieren wir auch Eigenprodukte, wie z. B. Dosierpumpen, Applikationsnadeln und andere Kunststoffteile bzw. –systeme.

    Das Unternehmen ist auch spezialisiert auf die Bereiche Konstruktion, Spritzguss- & Reinraumproduktion, Blisterverpackung und Logistik. Insbesondere sind Sie damit wichtiger Partner der Pharmaindustrie?

    Ganz genau. Der Großteil unserer Kunden ist in dieser Branche zu finden. Unserer eindeutigen Schwerpunktverlagerung auf qualitativ extrem hochwertige und anspruchsvolle Spritzgussteile in Kombination mit dem Anbieten von kundenspezifischen Komplettsystemen verdanken wir unsere Positionierung als kompetenter Partner für innovative, maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Kunststofftechnik für Pharma, Medizintechnik und Diagnostik.

    Ihr Unternehmen wirbt auch mit den Worten: „Alles aus einer Hand“. Was genau können Kunden diesbezüglich erwarten?

    Reinraum-Pharamzie

    Systemlösungen für die Branchen Pharma, Medizintechnik und Diagnostik (Foto: Goller Systems)

    Wir sind als Entwicklungspartner und Full-Service-Supplier tätig – und zwar von der Idee des Kunden bis zur Umsetzung. Dabei finden Sie bei uns alles unter einem Dach: Konstruktionsdesign, Materialauswahl bzw. –modifikation, Simulation, Modellbau, Spritzguss-Produktion & Reinraumfertigung (Assembling, Druck, Etikettieren etc.).

    Natürlich verpacken wir die Produkte bzw. Systeme gem. Kundenwunsch und Produktanforderung (inkl. Sterilisation) und führen auch die Logistik durch. Dabei liegt der Vorteil für unsere Kunden klar auf der Hand: von der Produktidee bis zur Serienfertigung – Sie haben EINEN Ansprechpartner für sämtliche Bereiche von A bis Z.

    Die Fertigung in Reinräumen erhält in der Zukunft wohl einen noch höheren Stellenwert. Wird sich dies auch hinsichtlich der Pläne in Ihrem Unternehmen widerspiegeln?

    Absolut. Mitte dieses Jahres wird die Produktionsfläche durch einen neuen Reinraum erweitert sowie ein Laborbereich zur Durchführung biochemisch-physikalischer Analysen gebaut.

     

    Wo sieht sich das Unternehmen im Jahr 2050 im idealen Fall?

    Wir glauben stark daran, dass uns der Weg, den wir eingeschlagen haben, weiterhin auf Erfolgskurs führt: Ständige Weiterentwicklung unter Beibehaltung der Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, gesundes Wachstum und zukunftsweisende Innovationen stehen bei uns im Vordergrund. Mit diesem Rüstzeug blicken wir positiv in die Zukunft und sind davon überzeugt, dass wir auch in den kommenden Dekaden als stabiles Unternehmen mit eindeutig zuordenbarem Leistungsspektrum, Kompetenz und Know-How weiterwachsen werden. Denn: GOLLER Systems verbindet die Professionalität der Großen (d.h. Global Players) mit der Flexibilität und Schnelligkeit der Kleinen (KMUs)
    …und unser Wachstum endet sicher nicht im Jahr 2050!

     

    Goller Systems

    Goller Systems in Klosterneuburg in Niederösterreich (Foto: Goller Systems)

    Verweise:
    Restschmutzoptimierte Verpackungskonzepte in der technischen Sauberkeit
    Verpackungen in der technischen Sauberkeit – Interview mit Kerstin Lau, Antalis Verpackungen
    Reinraumschleuse ROMTEC CRA setzt Maßstäbe – Interview mit Dipl.-Ing. (BA) Jochen Laauser
    Zunehmende Automatisierung im Reinraum
    Technische Sauberkeit im Bereich der Kunststoffverarbeitung in der Automobilindustrie
    Sauberraum – Auswahl der Sauberkeitsstufe
    Partikel – Beherrschung und Minimierung
    Abriebfestigkeit von Reinraumbekleidung
    Elektrostatisches Verhalten von Reinraumbekleidung


    Verfasst von Ursula Pidun

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