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  • 22. November 2012

    Filterwägen als Garant für Technische Sauberkeit

    Verschmutzungen, die etwa durch Partikeleinträge im laufenden Fertigungsprozess entstehen, führen oftmals zu beträchtlichen Qualitätseinbußen. Frühestmögliche Identifikationen und durchgehende Überwachungen der Verschmutzungsgrade helfen, unerwünschte Folgen zu vermeiden. Im Fokus steht daher auch das moderne, innovative Filterwägen.

    Filterwägesysteme

    Die Restschmutzanalyse nimmt in der Automobilindustrie eine maßgebliche Stellung ein (Foto: alexraths / clipdealer.de)

    Verschmutzungen durch Partikeleinträge zählen auch in der Automobilindustrie zu den sensibelsten Themen im Fertigungs- und Montagebereich. Restschmutz führt häufig zu besonders kritischen Auswirkungen auf Komponenten der Automobile wie etwa bei den Fluidsystemen. Eine präzise und kontinuierliche Überprüfung und Überwachung der jeweils aktuellen Verschmutzungsgrade nimmt daher eine prioritäre Stellung ein.

    Filterwägen zur exakten Analyse von Verunreinigungen

    Filterwägen

    Moderner Filter-Roboter F-A747 von Mettler Toledo (Foto: Mettler Toledo)

    Je frühzeitiger Restschmutz in Hinblick auf Größe und Menge der anfallenden Partikelteilchen identifiziert wird, umso verlässlicher lassen sich mögliche Folgeschäden mit einhergehenden Qualitätseinbußen verhindern.

    Eine sorgfältige Überwaschung der Verschmutzungsgrade im Fertigungs- und Montagebereich trägt vor allem auch dazu bei, im Sinne umsichtiger Vorsorgemaßnahmen kostspielige und zumeist sehr komplizierte Korrekturmaßnahmen zu vermeiden.

    Filterwägen auf der
    Grundlage von ISO 16232

    Grundlage aller analytischen Maßnahmen bietet die Zertifizierung nach ISO 16232. Die hier festgelegten Kriterien bestimmen die Voraussetzungen für eine verlässliche technische Sauberkeit der zu verarbeitenden Komponenten in der Montage.

    Dabei wird der gravimetrischen Untersuchung mittels Filterwägen ein besonders hoher Stellenwert zubemessen. Mit dieser Methode lassen sich partikuläre Ablagerungen auf Filtern exakt bestimmen. Dabei geht es zunächst um das Auffangen von Verunreinigungen der Komponenten. Hierzu bieten sich unterschiedliche Methoden an wie etwa Abreinigungen mittels Druck oder Ultraschall.

    Zuverlässige Messreihen mittels Filterwägen

    Im Anschluss daran erfolgt die Entfernung des noch in der Extraktionsflüssigkeit befindlichen Restschmutzes unter Einsatz spezieller Filter. Hierbei lässt sich mittels Differenzwägen bereits die Menge der vorhanden Partikel auf einem Filter präzise analysieren. Die exakten, verlässlichen Werte werden durch die zahlreich durchgeführten Messungen an den jeweiligen einzelnen Komponenten möglich. Die Überlegung, wann ein solcher Messprozess abgeschlossen werden kann, wird ebenfalls durch die Zertifizierung nach ISO 16232 geregelt. Hier lauten die Empfehlungen, dass die jeweilige Messreihe dann beendet werden kann, wenn der zuletzt erhobene Wert maximal zehn Prozent der aufgefangenen Gesamtmenge entspricht.

    Filterwägen-Systeme

    Moderne Filterwägeprozesse mit dem Filter-Robotersystem F-A74 von Mettler Toledo (Foto: Mettler Toledo)

    Eine zusätzlich angesetzte Leermessung berücksichtigt dabei Partikel, die eventuell von den jeweiligen Auffang-Behältnissen selbst herrühren. Die Leermessung muss einen Wert von weniger als zehn Prozent des eigentlichen Grades der Verschmutzung aufweisen. Nur dann kann der Blindwert als aussagekräftiger Vergleichswert herangezogen werden. Unternehmen, wie etwa METTLER TOLEDA, haben sich unter anderem auch auf solche sensiblen Anforderungen unter ISO 16232 und mögliche Unsicherheiten im Messbereich gestellt. Das Unternehmen bietet Filterwägen mit bis zu sieben Dezimalstellen.

    Filterwägen – präzise, effizient und verlässlich

    Die komplexen und hochmodernen Filterwägelösungen von Mettler Toledo beinhalten zudem perfekt abgestimmte Ergänzungsangebote für die individuell zum Einsatz kommenden Geräte wie etwa Filterroboter von METTLER TOLEDO. Diese kommen insbesondere auch in der Automobil- und Umweltindustrie zum Einsatz, um die immer strengeren Grenzwerten im Bereich Feinstaubemissionen einhalten zu können. So garantiert etwa der Filterroboter F-A770 innovative Filtermessungen für die Emissionsbestimmung bis zu 0,1 µg und die vollständige Einhaltung bereits geltender sowie künftig geplanter EU- und US-Normen.

    Filterwägen-Systeme

    Präzise Ergebnisse liefern Filterwägesysteme mit bis zu sieben Dezimalstellen (Foto: Mettler Toledo)

    Zur Sicherstellung exakter Messvorgänge von Partikeln auf Filtern kommen zudem spezielle Filterwäge-Kits zum Einsatz wie etwa bei Analysewaagen der Serie „Excellence XP“, das sich innerhalb von nur wenigen Minuten installieren lässt. Zur Anwendung kommt es bei Filtern bis zu bis 110 nm. Die fungierende Waagschale, die praktisch als „Faraday-Käfig“ fungiert, sorgt dank elektrostatischer Aufladung für besonders exakte und gleichzeitig schnelle Wäge-Resultate.

    One Click™-Lösungen im Bereich Filterwägen

    Das Filterwäge-Kit kommt für Waagen aus der Reihe Excellence Mikro- und Ultramikro mit jeweils Filtergrößen von 30 – 110 mm zum Einsatz. Bei diesen sechs- bzw. siebenstelligen Waagen wird eine Erhebung von 1 µg bzw. 0,1 µg geboten. Zudem gewährleisten sogenannte Antistatik-Deionisierer eine effiziente Beseitigung möglicher elektrostatischer Einflüsse. Schließlich bietet ein vollautomatisierter Prozessablauf unter Einsatz des Filterroboters mit einem Filter pro Minute einen besonders hohen Durchsatz.

    Die One Click™ Wägelösungen mitels LabX schließlich stehen zur Unterstützung der kompletten Arbeitsabläufe für das Differenzwägen von Filtern zur Verfügung. Das System überzeugt durch eine besonders einfache Benutzerführung. Es speichert sämtliche Gewichtsmessungen sicher in Datenbanken ab und liefert automatisch die Ergebnisse zur Partikelmasse. Angesichts auch großer Datenmengen punktet das System zudem durch die problemlose Anbindung an ERP-Systeme der Unternehmen wie etwa SAP.

    Verweise:

    Messtechnik – Blindwert bei der Abklingmessung
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Gravimetrie – Wägen im Mikrogramm-Bereich

    EDX-Analyse zur Partikel-Messung
    Verfahren zur Partikel-Messung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung
    Bauteilsauberkeit – Messen von Sauberkeitseinflüssen


    Verfasst von Ursula Pidun

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