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  • 13. April 2019

    Filterumluftsysteme für reine Bedingungen in Fertigung und Produktion

    Produktionsbereiche in Reinräumen, die auf immer höhere Fertigungsqualitäten abzielen, erfordern den Einsatz moderner Reinraumtechnik. Um die Anzahl luftgetragener Partikel zu reduzieren und unter Kontrolle zu halten, ist die Einhaltung bestimmter Raumtemperaturen und spezieller Luftfeuchtigkeit sowie ein regelmäßiger Luftaustausch erforderlich. Daher nehmen spezielle Filterumluftsysteme einen herausragenden Stellenwert ein.

    Laminar-Flor-Technik (Foto: Reptile8488/istockphoto.com)
    Zur Schaffung kontrollierter Arbeitsplätze lässt sich Laminar-Flor-Technik einsetzen.
    (Foto: Reptile8488/istockphoto.com)

    Rein- und Reinsträume in Branchen wie etwa der Halbleiterproduktion, der Mikrochip-Industrie sowie der Medizin-, Pharma und Lebensmitteltechnik werden mit speziellen Filterumluftgeräten ausgestattet, die unter dem Begriff Filter Fan Units (FFU) bekannt sind. Sie sorgen für eine kontinuierliche Filterung der Raumluft und damit für ideale Fertigungsbedingungen hochsensibler Produkte. Je nach Anforderung und Größe der Räume sind die Filtersysteme in ganz unterschiedlichen Baugrößen erhältlich.

    Luftgetragene Keim- und Partikelanzahl begrenzen


    Die Geräte sorgen zuverlässig dafür, dass die gemäß Anforderungen der EN-ISO 14644 bzw. der GMP-Richtlinien geregelte Menge luftgetragener Partikel und Keime nicht überschritten wird. Mittels einer solchen, hochmodernen Lüftungstechnik wird die jeweilige Keim- und Partikelanzahl zudem dauerhaft überwacht. Damit tragen die Systeme maßgeblich dazu bei, dass Fertigungs- und Produktionsabläufe nicht durch kostspielige Störeinfälle unterbrochen werden und/oder es aufgrund von Verkeimungen und Verschmutzungen zu massiven Produktionsausschüssen kommt.

    Die Filtersysteme, die mehrfach nebeneinander an der Raumdecke montiert werden, um jeweils spezielle Raumabschnitte zu kontrollieren, verfügen über ein Thermometer sowie ggf. über eine Heizsonde und ein zusätzliches Kühlaggregat. Herzstück ist ein Kombinationsmodul aus Ventilator und Filter. Damit wird die Raumluft zunächst von oben ansaugt und anschließend durch den Filter wieder in den Raum abgegeben. Dies geschieht – je nach Lüftungskonzept – entweder turbulent oder laminar.

    Reinraum-Deckenfilter ((Foto:  Sucharas wonpeth/istockphoto.com)
    Beim laminaren Verlauf der Luftströme sind die Deckenfilter parallel angeordnet.
    (Foto: Sucharas wonpeth/istockphoto.com)

    Luftströme und Überdruck


    Bei der laminaren Variante sorgen Luftleitbleche dafür, dass die Luftströme parallel verlaufen. Damit werden Ströme erzeugt, die vertikal vom oberen Filter bis zum Reinraumboden verlaufen. Ist eine zusätzliche Klimatisierung erforderlich oder erwünscht, kommt das spezielle Filtersystem KFVFE zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Kombinationsgerät aus Kühler, Filter und Ventilator.

    In der Regel wird im Reinraum zudem ein Überdruck erzeugt, welcher ebenfalls das Eindringen von Partikeln verhindert. Dabei muss gleichzeitig jedoch Sorge dafür getragen werden, dass die in den Räumen integrierten Geräte und Anlagen die mittels Filterumlaufsystemen erzielte Luftströmung nicht beeinflussen.

    Laminar-Flor-Technik integrieren


    Je nach Bedarf lassen sich in hygienesensiblen und sauberkeitsrelevanten Fertigungsräumen einzelne Bereiche mit spezieller Laminar-Flow-Technik ausstatten, um Arbeiten unter besonders partikelarmen Kriterien auszuführen. Dieses Belüftungssystem bietet eine Aufgabenteilung im Sinne von Anpassungen an unterschiedliche Fertigungsanforderungen, wie dies etwa bei reinsten Arbeitsplätzen der Fall ist. Zur Schaffung kontrollierter Arbeitsplätze lässt sich Laminar-Flor-Technik sowohl als modulare Variante oder in Form spezieller Lamiar-Flor-Boxen realisieren.

    Energieeffizienz hat Stellenwert


    Auch für Luftfiltersysteme gibt es Anforderungen an Energieeffizienz. Diese wurden mit der neuen Eurovent-Klassifizierung verschärft, die zum 01. Januar 2019 in Kraft getreten ist und auf den Standard EN ISO 16890 aufsetzt. Hier regeln die Klassifizierungen A bis E den jeweiligen Effizienzstatus, wobei A+ den geringsten Energieverbrauch darstellt.

     
    Verweise:
    Reinraumtechnik – Interview mit Dr. Lothar Geil
    Technische Sauberkeit – Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig
    Der „Illig“-Wert
    Sauberkeit und Reinraum – Produktpräsentation mittels Virtual Realty (VR)
    Reinraumschleuse für das Personal
    Sauberraum – Auswahl der Sauberkeitsstufe


    Verfasst von Ursula Pidun

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