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  • 21. Juni 2011

    EDX Analyse zur Partikel Messung

    Um feinste Partikel zu analysieren, die auf oder in Produkten lagern, bedarf es einer EDX-Analyse. Nur so können im Gegensatz zu einer lichtmikroskopischen Untersuchung auch kleinste Elemente nachgewiesen und exakt zugeordnet werden!

    Lichtmikroskop

    Zur Analyse kleinster Elemente reicht ein Lichtmikroskop nicht aus. (Foto: www.Foto-Fine-Art.de / Pixelio.de)

    Man sieht sie nicht und auch sonst lassen sie sich so ohne weiteres nicht fassen: Winzige, für das Auge nicht sichtbare Submicron- bzw. Nano-Partikel, die sich auf Oberflächen festsetzen oder in Produkte eindringen. Sie können zu erheblichen Schäden und frühzeitigen Abnutzungserscheinungen führen. Solche Partikel lassen sich ausschließlich mittels energiedispersiver Röntgenmikroanalyse – abgekürzt auch EDX Analyse genannt – unter die Lupe nehmen.

    EDX Analyse weist kleinste Partikel nach

    Die EDX Analyse weist kleinste Elemente nach, die in einer Produktprobe enthalten sind. Hierzu werden Elektronenmikroskope herangezogen, da sie eine deutliche höhere Tiefenschärfe bieten, als dies Lichtmikroskope bieten können. In einem Elektronenmikroskop werden beschleunigte Primärelektronen erzeugt. Diese stoßen Elektronen heraus und zwar jene aus den kernnahen Schalen jener Atome, die in der Probe enthaltenen sind. Als Folge lagern sich nun Elektronen der äußeren Schale in die entstandenen Freiräume. Sie setzen dabei Energie frei in Form von Röntgenstrahlung. Da jedes Element über seine spezifische Röntgenstrahlung verfügt, lassen sich mittels einer EDX Analyse Intensität und Energie der Röntgenstrahlung aufzeichnen. Damit können schließlich auch die in der untersuchten Probe enthaltenen Elemente genau zugeordnet werden.

    Anwendungsgebiete der EDX Analyse

    Unterschieden werden die klassischen SEM-EDX-Analysen von den automatischen Partikelanalysen.

    Zur klassischen EDX Analyse zählt:

    • Qualitätskontrollen von Schichten, Oberflächen und Pulvern
    • Schmutzpartikel-Analysen
    • Werkstoff-Analysen
    • Analysen von Verschleißpartikel
    • Analysen von Rissen
    • Analysen von Bauteilversagen

    Zu den automatischen Partikelanalysen zählen:

    • Analytische Ergebniserzielung der Partikelgrößen, ihrer Formung und Zusammensetzung
    • Technischer Reinraum in der Automobil- und Luftfahrtbranche
    • forensisch hinsichtlich der Schmauchspur-Residuen GSR
    • Einschlüsse nicht-metallischer Art in Metallen/Stahlindustrie
    • Fremdpartikel-Analysen in Wirkstoffen/Pharmaziebranche
    • Verschleiß der Düsentriebwerke (Militär und Luftfahrt)
    • EDX Analyse als Voraussetzung für Reinraum

      Produktionsteile können während der Konstruktionsphase ganz unterschiedlichen Einwirkungen ausgesetzt sein. Krater, Partikel jeglicher Art, Einwirkungen von Staub, Chemikalien und weiteren Stoffen nehmen möglicherweise negativen Einfluss auf die Produkte selbst sowie die jeweiligen Qualitätsstandards. Ein frühzeitiger Verschleiß der Produktionsteile bis hin zum völligen Versagen der Bauteile kann die unliebsame Folge sein. Um geeignete Strategien für die individuelle Reinraumtechnik des jeweiligen Unternehmens zu entwickeln, schafft die EDX Analyse Klarheit, deklariert schädliche Einwirkungen präzise und ordnet sie entsprechend zu. Die EDX Analyse zählt somit zu den unabdingbaren Voraussetzungen für alle weiteren Maßnahmen, die für künftige Produktionsprozesse unter reinraumtechnischen Bedingungen erforderlich sind.


      Verfasst von Ursula Pidun

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