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  • 06. Juli 2012

    Cleancon Sauberkeitskonzept – Interview mit Hans-Peter Zeile, Produktmanager ARNOLD-UMFORMTECHNIK

    Das spezielle Sauberkeitskonzept Cleancon des Unternehmens ARNOLD UMFORMTECHNIK minimiert Einflüsse durch Partikel und senkt damit das Risiko von Ausfällen erheblich. Produktmanager Hans-Peter Zeile erklärt im Interview welche Vorteile noch zu erwarten sind.

    Feintsreinigung

    Feinstreinigung der Verbindungelemente im Sauberraum (Foto: ARNOLD UMFORMTECHNIK)

    Das Unternehmen ARNOLD UMFORMTECHNIK bietet mit einem speziellen Sauberkeitskonzept ein Verfahren zur Sicherung spezieller Sauberkeitsanforderungen an Bauteilen. Besonders die Automobilindustrie profitiert so von einer deutlich erhöhten Betriebssicherheit. Fehlfunktionen durch Partikelverunreinigungen können damit insbesondere auch in den Bereichen Elektronik-, Pneumatik sichergestellt werden. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Dipl.-Ing. Hans-Peter Zeile, Produktmanager ARNOLD-UMFORMTECHNIK GmbH & Co. KG

    Hans Peter Zeile

    Hans-Peter Zeile, Produktmanager (Foto: ARNOLD UMFORMTECHNIK)

    Herr Zeile, ARNOLD UMFORMTECHNIK ist mit dem Verfahren Cleancon zur Sicherung spezieller Sauberkeitsanforderungen an den Markt gegangen. Wodurch unterscheidet es sich im Wesentlichen von herkömmlichen Verfahren?

    Arnold verfügt bereits seit 2008 über einen Prozess, der eigens für hohe Anforderungen an die „Technische Sauberkeit“ eingerichtet wurde. Der Cleancon- Prozess ist ein Verfahren, mit welchem prozessicher eine Oberflächenbehandlung incl. Reinigung und Gleitbeschichtung von Verbindungselementen durchgeführt werden kann.

    Durch ein patentiertes Verpackungskonzept und ein explizit an die Bauteile angepasstes Prüfverfahren nach VDA 19 kann die Technische Sauberkeit in engen Grenzen dokumentiert und bis zur Montage eingehalten sichergestellt werden.

    Das Verfahren setzt im Prinzip auf ganzheitliche Begleitung der Produkte, d.h. von der Analyse des Umfelds bis hin zu einer sauberkeitsrelevanten Verpackung?

    Die Ganzheitlichkeit beginnt bei der Anfrage und dem Produktdesign, hier empfehlen wir im Vorfeld hinsichtlich der optimalen Oberfläche der möglichen Grenzwerte und hinsichtlich der geeigneten Verpackungskonzeption. Beratend kann auch die realisierbare Sauberkeit recht früh eingeschätzt werden. Nach dem Cleanconprozess entscheidet die richtige Verpackung über den Anlieferzustand beim Kunden. Mit Partnern kann auf bestehende Erfahrung hinsichtlich der Verarbeitung in der Montage zurückgegriffen werden und unterstützend mitgewirkt werden.

    Für welche Produkte ist dieses umfassende Prozedere von ganz besonderer Bedeutung?

    Betroffen sind davon maßgeblich Komponenten aus der Elektronik sowie hydraulischen Systemen, wie z.B. ölumspülte Produkte im Motor und Antriebsystem.

    Im Verlauf der Schritte kommt es auch auf spezielle Verpackungsformen an. Was hat es mit den Gleitbeschichtungen auf sich und wie wirken sie?

    Gleitbeschichtungen haben den Nachteil, dass Sie zusätzlichen Abrieb hervorrufen können, zusätzlich Partikelverschmutzungen an der Oberfläche binden, die sich zu einem späteren Zeitpunkt lösen.

    Das Verfahren präferiert am Ende ein Verpackungssystem im „Zwiebelschalenprinzip“. Dieses so genannte „Cleanpack“-Verfahren bietet besondere Vorteile?

    Mit jeder entfernten Verpackungsschale wird eine nach innen verbesserte Sauberkeit erreicht.
    Verpackung ist für höchste Ansprüche wie für ESD- Räume ebenso geeignet, durch eine der Erdnussverpackung ähnelnde Vakuumverpackung kann die Relativbewegung der Teile zueinander und dadurch bedingten Abrieb verhindert werden.

    Das neue Verfahren wird auch bisherigen, möglichen Problemen hinsichtlich von Feinstreinigungen und Gleitbeschichtungen gerecht?

    Gleitbeschichtung wird im Cleancon- Prozess unter sauberen Bedingungen aufgebracht und die Reinheit wird prozessbegleitend überwacht.

    Wie sieht es mit den wirtschaftlichen Aspekten hinsichtlich dieses neuen Verfahrens aus?

    Die Investition in eine Feinstreinigung vor oder im Montageprozess birgt ein vielfaches an Kosten und birgt die Gefahr, dass funktionsrelevante Korrosionsschutzschichten und Gleitbeschichtungen abgereinigt werden.

    Das neuartige Verfahren dient auch dazu, dass nachgelagerte externe Prozessschritte nicht zu einer Gefährdung der Sauberkeitswerte führen?

    Problematisch ist das weitere Handling nach dem Feinstreinigungsvorgang bis zum Verbau ohne Verschmutzungszunahme umzusetzen. Oftmals findet in der Reinigungsanlage eine Reinigung unterschiedlichster Verschmutzungszustände statt.

    Wie hat der Markt bisher auf dieses neuartige Verfahren reagiert und welche Hoffnungen verbinden Sie mit der Einführung dieses Systems?

    Sehr positive Entwicklung im Bereich der Neuteile, der Markt ist bereit, den Mehrwert zu bezahlen.

    Das Interview führte Ursula Pidun

    Weitere Interviews:

    Reimraumtechnik – Interview mit Dr. Lothar Gail
    Hans Illig – Pionier in der Technischen Sauberkeit
    Verpackungen in der technischen Sauberkeit – Interview mit Dipl.-Ing. Kerstin Lau, Antalis Verpackungen
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    Binnig and Rohrer Nanotechnology Center bei IBM Research Zürich – Interview mit Dr. Roland Germann
    Reinraum – Karriere in der Mikrotechnologie – Interview mit Katharina Kunze, ZEMI Berlin

    Verweise:

    Zunehmende Automatisierung im Reinraum
    Technische Sauberkeit im Bereich der Kunststoffverarbeitung in der Automobilindustrie
    Technische Sauberkeit in der Montage
    Sauberfertigung – Personal im Fokus
    Sauberraum – Auswahl der Sauberkeitsstufe
    Partikel – Beherrschung und Minimierung
    Abriebfestigkeit von Reinraumbekleidung
    Elektrostatisches Verhalten von Reinraumbekleidung
    VDA 19 Teil 2 – Technische Sauberkeit in der Montage


    Verfasst von Ursula Pidun

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