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  • 03. Juli 2013

    CEC – Geschäftsstellenleiter Christian Siegert: „Wir bündeln umfangreiches Wissen“

    Am 1. Juni 2013 hat der Marketing- und Kommunikationsexperte Christian Siegert die Geschäftsstellenleitung des Cleaning Excellence Centers (CEC), dem Kompetenznetzwerk für die Industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung übernommen. Damit löste er Vorgängerin Vanessa Wertmann ab, die mit dem Aufbau des CECs in den zurückliegenden zwei Jahren befasst war.

    Workshop

    Ultraschall-Workshop des Cleaning Excellence Centers (Foto: CEC)

    Welchen Herausforderungen stellt sich das Netzwerk mittel- und langfristig und welchen Stellenwert nimmt das CEC als Indikator für den Wissenstranfser ein? Im Gespräch mit Christian Siegert, Geschäftstellenleiter Cleaning Excellence Center (CEC).

    Herr Siegert, Sie sind Marketing- und Kommunikationsexperte. Wie sind Sie mit dem Thema „Reinigung“ in Berührung gekommen?

    Christian Siegert

    CEC-Geschäftsstellenleiter Christian Siegert (Foto: CEC)

    Zu meinen beruflichen Stationen zählte unter anderem ein Spezialist für Reinraumtechnik. Zudem Mann+Hummel – und dieses Unternehmen hatte, wie alle Zulieferer der Automobilindustrie, die Herausforderung, die steigenden Anforderungen der OEMs umzusetzen. So wurde das Thema Bauteil- und Oberflächenreinigung für mich sichtbar.

    Sie bringen aus anderen Unternehmen bereits einen großen Erfahrungsschatz mit ein?

    Wie bereits erwähnt, sind mir einerseits die technischen Aufgaben, Anforderungen sowie Abläufe der Branche bekannt. Andererseits habe ich über zehn Jahre lang in den Bereichen Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation sowie Marketing gearbeitet.

    Dieses Gesamtpaket an Erfahrungen kann ich beim Cleaning Excellence Center einbringen. Viele Unternehmen wenden sich ab von Lean Production und sprechen mittlerweile von Clean Production. Diesen Trend gilt es zu nutzen, um die Attraktivität des Netzwerks anhand umfangreicher und interessanter Angebote weiter auszubauen und den Wissenstransfer intern wie extern zu verstärken.

    Hinter dem CEC (Gründung 2011) liegt eine zweijährige Aufbauphase, die noch unter der Leitung Ihrer Vorgängerin Vanessa Wertmann vorangetrieben wurde. Was konnte bis dato erreicht werden?

    Das CEC hat sich seit seiner Gründung vor zwei Jahren bereits einen guten Namen in der Branche gemacht und eine solide Basis geschaffen. Erfolgreich umgesetzte Entwickler-Tools wie beispielsweise unsere Wissensdatenbank CleanWiki oder der Online-Branchenatlas sind erste Schritte, das umfangreiche Wissen zu bündeln und dieses als unabhängiger Ansprechpartner an Anwender sowie Unternehmen weiter zu geben. Mittelfristig gesehen soll das CEC Hauptansprechpartner werden, wenn es um Vermittlung oder das Know-how rund um die Prozesskette geht.

    Hierzu zählt auch der weitere Ausbau der Netzwerke innerhalb des Mittelstands?

    Kooperation und Vernetzung stellen einen wesentlichen Schlüssel für mittelständische Innovation und Flexibilität dar. Das ist auch für die deutschen Großunternehmen von großer Bedeutung. Netzwerke wie das CEC verstärken diese gewünschten Effekte.

    Welche Relevanz hat eine hervorragende Vernetzung im CEC?

    Bei Gesprächen mit verschiedenen unserer Mitglieder stellte ich fest, wie wichtig der Netzwerkgedanke den meisten ist. Das freut mich persönlich sehr, denn darauf kann aufgebaut werden. Ohne den Willen zur Vernetzung macht doch auch kein Netzwerk Sinn, oder?

    Reinigungsprozesse

    Simulation von Reinigungsprozessen Workshop Cleaning Excellence Center (Foto: CEC)

    Der Bereich Bauteil- und Oberflächensauberkeit gewinnt hinsichtlich stetig steigender Qualitätsansprüche stetig weiter an Bedeutung. Welchen Stellenwert nimmt dabei das CEC als Indikator für den Wissenstranfser ein?

    Das ist eine gute Frage. Wenn die OEMs das CEC nutzen, um künftige Entwicklungen, Trends und Qualitätsansprüche zu diskutieren, wenn die Medizintechnik aufwacht und den qualitativ gleichen Anspruch stellt, wie die Automobilindustrie – dann kann das CEC seinem Namen gerecht werden. Wir können auch bei der Qualifikation und technologischen Weiterentwicklung der Lieferanten in der Prozesskette einen wichtigen Dienstleistungsanteil übernehmen. Mit Hilfe unserer Mitglieder sind wir in der Lage, als Problemlöser zu agieren und bei rechtzeitiger Einbindung, etwa in die Entwicklungsprozesse, sogar präventiv kostenreduktiv für Anwender tätig zu werden.

    Das CEC versteht sich auch als Ansprechpartner und Vermittler im Bereich Know-how rund um die Prozesskette. Wie müssen wir uns das praktisch vorstellen?

    Wie zuvor schon erwähnt, kann das Cleaning Excellence Center auf die Knowledge-Keeper dieser Prozesskette zugreifen. Nehmen wir den Branchenatlas auf unserer Homepage als Praxisbeispiel. Wenn ein Anwender/Zulieferer/Unternehmer ein Problem mit seinem Bauteil oder der Oberfläche hat, so kann er in nur zehn Schritten verschiedene Ansprechpartner finden, die ihn bei der Problemlösung unterstützen. Unser Vorteil liegt an der heterogenen Struktur der Mitglieder. Sei es Prüflabor, Systemreiniger, Anlagenbauer oder Hersteller von Reinräumen – wir haben sie alle!

    Welche Schwerpunkte möchten Sie mittelfristig in Hinblick auf Ihren neuen Aufgabenbereich im CEC setzen?

    Wir wollen mittelfristig das zentrale Kommunikationsforum rund um das weite Feld der industriellen Bauteilsauberkeit und Oberflächenreinigung werden. Ich sehe dabei das CEC als zentralen Link zwischen den bestehenden und zukünftigen Aktivitätsschwerpunkten.

    Die Mitgliederzahl im CEC wächst kontinuierlich. Welchen Faktoren bzw. Angeboten ist dies aus Ihrer Sicht zu verdanken?

    Zum einen sind wir auf sämtlichen Messen und Veranstaltungen präsent, betreiben intensiv Öffentlichkeitsarbeit und suchen aktiv das Gespräch mit den Akteuren der Branche. Zum anderen trommeln unsere Mitglieder für das Kompetenznetzwerk – und das ist bekanntlich ja die beste Werbung.

    Was wünschen Sie sich aktuell aber auch langfristig für das CEC und persönlich für Ihre Tätigkeit innerhalb der neuen Herausforderungen?

    Aktuell wünsche ich mir, dass sich das CEC als unabhängiger Ansprechpartner rund um das Thema industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung weiter etabliert. Langfristig, dass die OEMs die Chance erkennen, im CEC einen Ansprechpartner zu haben, der ihre Probleme löst, bevor sie entstehen. Und persönlich wünsche ich mir, dass Sie mich in fünf Jahren wieder interviewen und diese Wünsche dann Realität geworden sind.

    Das Interview führte Ursula Pidun

    Verweise:
    Ultraschall Reinigung – Bauteile schonend und rückstandsfrei säubern
    Reinraumtechnik im Fokus der LOUNGES 2013
    Restschmutzanalyse zur Bestimmung der Oberflächensauberkeit
    Hans Illig – Pionier in der Technischen Sauberkeit
    Technische Sauberkeit – Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig
    Interview mit Hans Illig Teil2
    Der „Illig“-Wert


    Verfasst von Ursula Pidun

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