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    06. März 2012

    Teilereinigung – Speziallösung für komplexe Geometrien

    Promotion

    Die bei Kendrion installierte ELBA von MAFAC ist mit einem zusätzlichen Düsenschlitz für die Trocknung ausgestattet. Damit wurde die Serienanlage von den Experten für industrielle Reinigungsanlagen aus Alpirsbach an den individuellen Bedarf von Kendrion angepasst und eine Speziallösung zur Reinigung komplexer Geometrien umgesetzt.

    Teilereinigung MAFAC ELBA Kendrion

    Reinigungsanlage ELBA von MAFAC adaptiert für Kendrion (Foto: MAFAC)

    „Wir benötigten für Fertigungsbereich zwei eine Reinigungsanlage, um die Produktivität zu steigern und haben mit der ELBA genau das passende Modell gefunden“, sagt Guido Kurz, Fertigungsleiter bei der Firma Kendrion Magnettechnik GmbH. Seit April 2011 ist das Zweibad-System von MAFAC in Donaueschingen in Betrieb. Allerdings wurde die Serienanlage von den Experten für industrielle Reinigungsanlagen aus Alpirsbach an den individuellen Bedarf von Kendrion angepasst. Im oberen Bereich der Reinigungszelle wurde ein zusätzlicher Düsenschlitz eingebaut, über den die gereinigten Teile mit Heißluft ganz gezielt abgeblasen werden. Dadurch wird ein optimales Trocknungsergebnis bei den Werkstücken des Magnetspezialisten erreicht, welche zum Großteil komplexe Geometrien aufweisen.

    MAFAC Kunde “Industrial Magnetic Systems”

    Industrial Magnetic Systems ist einer der vier Geschäftsbereiche der niederländischen Holding Kendrion. 1999 wurde Kendrion Industrial Magnetic Systems, das aus den Traditionsmarken Binder, Neue Hahn Magnet, Thoma Magnettechnik, Magnet AG und Tri-Tech entstanden ist, komplett dorthin verlagert. Die Kernkompetenz des Unternehmens, das im benachbarten Engelswies einen zweiten deutschen Standort hat, liegt in der Entwicklung und Produktion von Hub-, Haft-, Verriegelungs-, Spreiz-, Steuer- und Schwingmagneten und -Systemen für industrielle Anwendungen. Zudem werden projektorientierte, kundenspezifische Lösungen in Donaueschingen realisiert. Eingesetzt werden die Kendrion Elektromagnete in der Industrie überwiegend im Maschinenbau, in der Sicherheitstechnik, der Fördertechnik, der Medizintechnik, der Energietechnik sowie im Aufzugsbau. Kendrion ist weltweit an 18 Standorten tätig.
    Insgesamt zwei nebeneinanderliegende Fertigungsbereiche von Kendrion, in denen rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, befinden sich in Donaueschingen. Während im Fertigungsbereich eins die Fertigung und die Verwaltung angesiedelt sind, werden im Fertigungsbereich zwei ausschließlich Montagearbeiten ausgeführt.

    Produktivitätssteigerung durch Reinigung im Fertigungsbereich “Montage”

    Bisher erfolgte die Reinigung der Werkstücke, die während der Montage verschiedene Phasen durchlaufen und unter anderem auch gereinigt werden müssen, in Fertigungsbereich eins. Eine uneffektive Vorgehensweise, denn „auf den Wegen zwischen den Fertigungsbereichen haben wir zu viel Zeit verloren“, so Guido Kurz. Deshalb wurde die Anschaffung einer Reinigungsanlage für den Fertigungsbereich zwei notwendig.
    Doch nicht nur die Steigerung der Produktivität war für die Verantwortlichen von Kendrion Anlass, ein neues, weiteres Reinigungssystem anzuschaffen. „Wir brauchen metallisch reine Produkte zur Sicherstellung der Prozessfähigkeit und Qualitätsanforderungen unserer Kunden. Oft sind die Komponenten nach der galvanischen Bearbeitung dafür zu verschmutzt“, formuliert Guido Kurz die wichtigste Anforderung. Des Weiteren sollte eine kleine, handliche Anlage installiert werden. Die Wahl fiel auf die auf wässriger Basis arbeitende Reinigungsmaschine ELBA von MAFAC – aus vielerlei Gründen: „Die Anlage hat uns von ihrer hohen Qualität, unter anderem in der Verarbeitung, von ihrer ausgefeilten Technik und einem hervorragenden Reinigungsergebnis überzeugt. Da ist alles durchdacht und nichts gebastelt“, sagt Guido Kurz.

    Flexible Lösungen aus dem Hause MAFAC

    Überzeugend war zudem die hohe Flexibilität der Fachleute von MAFAC. Aufgrund besonderer Anforderungen an die Trocknung der gereinigten Werkstücke musste das Serienmodell umgebaut werden. „Das Problem war, dass die Teile wegen ihrer komplexen Geometrie, sie haben nicht nur Längs- sondern auch ganz kleine, tiefe Querbohrungen, schwer zu trocknen sind – vor allem in dem vorgegebenen Zeitfenster“, so Peter Küfner, Gebietsverkaufsleiter der Firma MAFAC. Das standardmäßig in der ELBA installierte Impulsblas- und Heißblassystem reichte nicht aus, um eine Trocknung in der vorgegebenen Zeit zu realisieren. „Wir haben dann Versuche auf der KEA gefahren und uns deren Heißluftsystem, bei dem die Werkstücke über einen Düsenschlitz mit Heißluft beaufschlagt werden, zu nutze gemacht“, erläutert der MAFAC-Fachmann. Mit Erfolg: In der bei Kendrion installierten ELBA wurde ein Düsenschlitz in den oberen Bereich der Reinigungszelle eingebaut. Darüber werden die Teile direkt mit Heißluft mit einer Temperatur von 90 Grad beaufschlagt. Zeitgleich läuft das Impulsblassystem. Über ein rotierendes Blassystem, das sich gegenläufig zu dem rotierenden Korbaufnahmesystem bewegt, werden die Werkstücke mit warmer Druckluft impulsartig abgeblasen.

    Einsatz der patentieren Verfahrenstechnik des Spritzreinigens

    Vorrangig galvanisch behandelte Stahlteile werden in der bei Kendrion installierten ELBA gereinigt. Sie weisen Verunreinigungen in Form von Ölen und Fetten auf. Der Durchmesser der Werkstücke liegt zwischen zwölf und 20 Millimetern, die maximale Teilelänge bei 40 Millimetern. Ein Großteil der Werkstücke weist tiefe Sacklochbohrungen sowohl längs als auch quer auf, deren Durchmesser zwischen zwei und fünf Millimetern liegt.

    Teilereinigung MAFAC ELBA Spezialtraeger

    Spezialträger für MAFAC ELBA (Foto: MAFAC)

    Aufgrund dieser komplexen Geometrie werden die Teile in Spezialträger eingelegt und so für die Reinigung fixiert. Dadurch ist es möglich, die von MAFAC entwickelte und patentierte Verfahrenstechnik des Spritzreinigens zu nutzen. Dabei rotiert das mit Vollstrahldüsen ausgestattete Spritzsystem gegenläufig zu dem ebenfalls rotierenden Korbaufnahmesystem.
    Fünf Programme sind in der ELBA von Kendrion eingespeichert. Deren Laufzeit liegt zwischen zehn und zwölf Minuten. „Unsere Vorgabe ist maximal zwölf Minuten“, so Guido Kurz. Der Reinigungsprozess ist in eine Nass- und eine Trocknungsphase untergliedert. Nur ein Fünftel der Gesamtzeit entfällt auf die eigentliche Reinigung, die verbleibenden vier Fünftel umfassen den Trocknungsprozess. Die beiden Medientanks der ELBA werden bei Kendrion in der Reihenfolge Reinigen und Spülen eingesetzt. Dem 475 Liter umfassenden Mediumtank eins ist ein Reini-ungsmedium in einer dreiprozentigen Konzentration zugegeben. Der prozentuale Anteil des Reinigungsmediums in dem 300 Liter großen Mediumtank zwei liegt bei einem Prozent und dient dem Korrosionsschutz.
    Die bei Kendrion installierte ELBA läuft im Mehrschichtbetrieb. Pro Tag werden zwei bis fünf Zyklen mit etwa 200 Werkstücken pro Reinigungseinheit gefahren. Bisher wurde noch kein Badwechsel vorgenommen. Die Grob- und Feinabscheidung skimbarer Verunreinigungen erfolgt über einen Koaleszenzabscheider mit „Oberflächenschlürfer“. Die so abgeschiedenen Öle und Fette werden in einem separaten Behälter gesammelt. Beide Mediumtanks sind mit einer einstufigen Vorfiltration ausgestattet.
    Text: Ina Rau (ira)

    Verweise:

    MAFAC Maschinenfabrik Industrielle Teilereinigung
    Reinigungsverfahren (Teil1) – Bedeutung in der Sauberfertigung
    Reinigungsverfahren (Teil2) – Vielfalt führt zum Ziel


    Verfasst von Stefan Oberhauser

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