• Home
  • Technische Sauberkeit
  • Reinraum
  • Messtechnik
  • Bekleidung
  • Verbrauchsmaterial
  • Veranstaltungen
  • Virtual Reality Galerie
  • 12. April 2012

    Restschmutz vermeiden – aber wie?

    Restschmutz weitgehend und sicher vermeiden – dieses Anliegen zählt zu den wichtigsten Strategien im Bereich Technische Sauberkeit und Sauberfertigung. Planer und Praktiker befassen sich dabei mit Fragen rund um Maßnahmen, die erforderlich sind, um Restschmutz schon im Vorfeld vorsorglich zu begegnen.

    Restschmutz

    Experte Dipl.-Ing. (FH) Volker Burger führt professionelle Beratungen durch (Foto: CleanControlling)

    Unternehmen, die unter Reinraumkriterien fertigen, wissen um die hohen Produktionskosten, die Restschmutz auf Bauteilen verursacht. Solche Verunreinigungen führen nicht nur zum Ausschuss von betroffenen Produkten, die Qualitätsmerkmale nicht erfüllen. Vielmehr muss auch mit einer Beeinträchtigung der Funktionalität jener Produkte und Teile gerechnet werden, in die eventuell verschmutzte Teile verbaut werden. Daher kommt der Vermeidung von Restschmutz eine ebenso hohe Bedeutung zu, wie den Maßnahmen zur Entfernung von Partikeln & Co.

    Restschmutz – Analyse des IST-Zustands

    Soll Restschmutz eingedämmt bzw. weitgehend vermieden werden, so müssen zunächst Faktoren der Analyse und damit einer Ermittlung des Ist-Zustandes Berücksichtigung finden. Da Restschmutz unter anderem im Rahmen der Produktion von Bauteilen entsteht und damit fest an den Oberflächen anhaftet, sind zunächst die jeweiligen Verschmutzungsgrade zu erfassen. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Prüfverfahren, die immer wieder verbessert und weiterentwickelt werden. Mit den erhobenen Ergebnissen lässt sich die vorhandene Verschmutzung in ihrer Dimension erfassen. Diese Ergebnisse ermöglichen wiederum die Erarbeitung individueller Strategien zur Reduktion bzw. weitgehenden Vermeidung schädigender Partikeleinflüsse in der Zukunft. Berater wie etwa Dipl.-Ing. (FH) Volker Burger vom Unternehmen CleanControlling unterstützen bei dem Vorhaben der professionellen Umsetzung von Sauberfertigungen.

    Folgende Analysen kommen u.a. zur Anwendung:

    Restschmutz – Oberflächen im Visier

    Sauberkeit auf Oberflächen von z. B. Bauteilen entscheidet maßgeblich über Qualitätsmerkmale wie etwa Haftfähigkeit, Gleichmäßigkeit und Beständigkeit der Korrosion. Je nach Beschaffenheit der Eigenschaften werden durch entsprechende Maßnahmen weitergehende Prozesse im Fertigungsbereich wie etwa Lackierarbeiten, Kleben, Bonden und Wärmebehandlungen beeinflusst. Daher fließen die Ergebnisse der Analysen zur Restschmutzbestimmung weitreichend in künftige Vorsorgemaßnahmen zur künftigen Vermeidung von schädigen Partikeleinflüssen ein. Zur Bestimmung des notwendigen Reinigungsaufwands allerdings zusätzlich weitere Erhebungen notwendig. Hierzu zählen Kenntnisse zur Komplexität und Anzahl der funktionalen Flächen ebenso, wie die jeweiligen Montage- und Herstellungsprozesse, die zur Anwendung kommen.

    Restschmutz – Vorsorge im Fokus

    Solche Erhebungen sowie die Analyseverfahren zur Restschmutzbestimmung beweisen sich trotz des zu erwartenden Aufwands als sehr effizient. Hinzu kommen Überlegungen, an welchen Stellen weitere Gefahren für mögliche Partikeleinträge bestehen. Dabei steht besonders das Personal im Fokus. Reinraumschleusen sowie spezielle Reinraumbekleidung senken bei sinnvoller und ausreichender Anwendung der Schutzmaßnahmen das weitere Risiko der Kontaminationen. Eine 100-prozentige Sauberkeit anzustreben wäre allerdings völlig unrealistisch und ist auch nicht erforderlich. Die Fähigkeit einer sachlichen Einschätzung, was unbedingt notwendig und machbar ist, zählt zur erfolgreichen Strategie der Restschmutzbekämpfung.

    Restschmutz – Know-how zahlt sich aus

    Anforderungen an die Technische Sauberkeit lassen sich mittels bestehender Reinigungstechniken sowie Maßnahmen zur Entgratung und Entmagnetisierung sowie des umsichtigen Management der Einflüsse durch das Personal sehr gut realisieren. Das Wissen darum, welche Bauteile tatsächlich höchsten Ansprüchen genügen müssen und welche nicht, ist somit von entscheidender Tragweite. Es hilft, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel punktgenau dort einzusetzen, wo es tatsächlich erforderlich wird und senkt damit nicht nur das Risiko der Verunreinigungen sondern automatisch auch den finanziellen Aufwand.

     

    Literatur:
    VDA19, VDA19.2
    Bibliothek TU München

    Verweise:

    Restschmutzanalysen nach VDA Band 19
    Portrait Volker Burger – Experte für Restschmutzanalysen
    Verfahren zur Partikelmessung
    Automatische Partikel-Indentifikation
    Messverfahren – Die Abklingmessung
    Korrelative Mikroskopie zur Partikel-Analytik
    Mikrotomographie zur Partikel-Analyse
    Partikel – Störgrößen bei Messverfahren
    Der „Illig“-Wert
    Gravimetrie – Wägen im Mikrogramm-Bereich
    Auf der Jagd mit Partikelfallen
    Verfahren zur Partikelmessung
    EDX-Analyse zur Partikel-Messung


    Verfasst von Ursula Pidun

    Zu diesem Artikel gibt es Noch keine Kommentare. Kommentar verfassen »

    Veröffentlicht in Technische Sauberkeit, Messtechnik

    Schlagwörter, ,


    « »

    Both comments and pings are currently closed.

    Comments are closed.


    Online Magazin Konzept und Realisierung kreateam & wolf informationsdesign