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  • 06. Oktober 2011

    Reinraumreinigung – mehr als nur sauber (Teil 1)

    Wird in Reinräumen unter Aspekten der Sauberfertigung produziert, so wird darunter eine praktisch partikelfreie Umgebung verstanden. Solche Produktionsbedingungen steigern die Qualität der Produkte maßgeblich. Doch nicht nur die Luft muss kontinuierlich rein gehalten werden. Auch die Räume werden innerhalb kontinuierlicher Intervalle penibel gereinigt. Mit Hausputz hat das nichts zu tun. Die fachgerechte Reinraumreinigung gehört in die Hände von Spezialisten.

    Innerhalb von Produktionsprozessen können sich erhebliche Probleme durch Verunreinigungen in der Luft ergeben. Bei solchen Verunreinigungen handelt es sich keinesfalls nur um Hausstaub sondern um eine Vielzahl anderer Bestandteile. Aus diesem Grunde wird von einer Kontamination der Luft gesprochen. Ihr liegen die nicht gasförmigen Anteile der normalen, im Raum befindlichen Luft zugrunde. Hierzu zählen neben Staub-Partikel auch feinste Tröpfchen in ganz unterschiedlichen Größen.

    Partikel wirbeln durch die Luft

    Staubteilchen werden als Partikel bezeichnet und verfügen über verschieden große Durchmesser bis hin zu nur wenigen Tausendstel Millimetern. Feinste Tröpfchen können ebenso Größenordnungen von bis zu wenigen Hundertstel Millimeter einnehmen. Wird Luft durch Bewegungen durcheinandergewirbelt, dann vermengen sich auch die Verunreinigungen und setzen sich schließlich auf Oberflächen ab. In Produktionsunternehmen aber auch in Teilen der Forschung kann dies zu besonders unliebsamen Folgen führen. Neben Einbußen bei der Qualität kommt es zum Leistungsschwund betroffener Produkte sowie weiteren Fehlerquellen, bis hin zum Totalausfall von Maschinen oder ganzen Produktionen.

    Reiner Reinraum durch luftdichte Versiegelung

    Aus diesen Problematiken heraus, entstand der Reinraum. Dabei handelt es sich um einen luftdicht versiegelten Raum, in den mittels mehrstufiger Filtersysteme praktisch staubfreie Luft eingeführt wird. Das Prinzip basiert auf Filterungen. So wird die Luft zunächst über einen Grobfilter in den eigentlichen Luftkreislauf eingeführt. Die Luft wird dann gekühlt und im weiteren Verlauf je nach Anforderung entweder getrocknet oder befeuchtet und schließlich über den Zwischenschritt einer systematischen Feinst-Filterung durch die Decke in den speziellen Reinraum eingespeist.

    Reinraumklassen definieren Anzahl der Teilchen

    Reinräume sind hinsichtlich ihrer Reinheit unterschiedlich ausgelegt. Daher werden Reinräume in spezielle Klassen eingeteilt. Die Klassen richten sich nach der Anzahl der Teilchen, die pro Einheitsvolumen (in Kubik-Fuß) ermittelt werden. Das Einheitsvolumen zu 1ft³ (Kubik-Fuß) wurde aus historischen Grünen festgelegt. Dabei gibt die am höchsten zulässige Anzahl an Partikeln der Größe 0,5 µm der jeweiligen Klassifizierung ihren ganz eigenen Rang.

     

    Lesen sie auch Teil 2 und Teil 3 dieser Artikelserie:

    Reinraum Reinigung im Fokus (Teil 2)

    Reinigung von Reinräumen – spezialisiertes Personal (Teil 3)

    Weitere Informationen:

    Reinraumklassen – Herzstück der Standardisierung

    Literaturhinweis:

    Projektplanung Reinraumtechnik (Hrsg. Gail, Gommel, Weißsieker)

    Kapitel 4.7 „Reinigung von Reinräumen“ von Frank Duvernell, GF der Fa. Profi-con


    Verfasst von Ursula Pidun

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