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  • 10. Juli 2017

    Reinheitsgebot – Partikelüberwachung im Reinraum

    Der Gedanke liegt in der warmen Sommerzeit besonders nahe: Bei dieser Überschrift muss es sich wohl um einen Beitrag über ein schönes kühles Bier handeln, das von deutschen Brauern nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 hergestellt wurde.
    Doch weit gefehlt, lieber Leser.

    Pilsglas

    Pils nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut (Bild: Hirschbrauerei Wurmlingen)

    Hier geht es vielmehr um die Reinheit der Luft, speziell dort, wo Fertigungseinrichtungen für die moderne Mikroelektronik, aber auch für Pharmaindustrie, Automotiv oder Raumfahrt vorhanden sind. Die Anforderungen, die heute an Reinraum-Einrichtungen gestellt werden, sind kaum noch vorstellbar. Die allgemein als besonders steril angesehenen Operationssäle sind geradezu „Dreckschleudern“ im Vergleich zu Halbleiter-Fertigungsanlagen für Strukturen im Mikro- und Nanobereich.
    Aber nicht nur in der Mikrochipherstellung, sondern auch im Bereich von Medizintechnik, Kosmetik oder der Feinwerktechnik hat man erkannt, dass für eine kontinuierliche Qualität und geringe Ausschussraten eine saubere Umgebung wichtige Voraussetzung ist.
    Die Forderung nach möglichst perfekter Sauberkeit verlangt nach Reinraum-Komponenten wie Wände, Decken, Fußböden oder Filter, welche störende Partikel weder aufnehmen noch abgeben. Sie müssen in ein aufwendiges System mit Lüftern und Klimaanlagen integriert werden.

    Lager einer Reinraumfertigung

    Lager einer Reinraumfertigung (Bildquelle: Fotolia)

    Reinräume müssen absolut dicht sein, damit gegenüber der Außenluft ein ständiger Überdruck aufrechterhalten wird. Nur so ist sichergestellt, dass keine Partikel über die Zuluft- und Abluftfilter eindringen. Es leuchtet ein, dass Mitarbeiter den eigentlichen Reinraum nur über geeignete Schleusen oder Luftduschen betreten dürfen. Hierzu gehören dann selbstverständlich eine spezielle Kleidung wie Reinraum-Anzüge, Reinraum-Schuhe und Reinraum-Handschuhe.

    Aber über eines muss man sich dabei dennoch stets im Klaren sein:

    Der größte Störfaktor im Reinraum ist nach wie vor der Mensch selbst.

    Er ist der größte Verursacher von schädlichen Partikeln und ist bereits heute, vor allem in der modernen Elektronikfertigung, nur noch in Ausnahmesituationen in kritischen Bereichen von Reinräumen zu finden. Aus dem Großteil der Reinraumfertigungen im Bereich von Klasse 8 bis 5 gem. ISO14644 ist er allerdings nach wie vor nicht weg zu denken. Gestaffelte Reinraumzonen wie Kernfertigung, Pufferzonen oder Vorbereitung sind ein Ansatz, die Gefahrenquelle Mensch zu kontrollieren.

    Aber wie können wir wissen, wie sauber unsere Reinräume wirklich sind?

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

    Wer kennt diesen Spruch nicht?! Und gerade hier, in der Reinraumtechnik, findet dieser eine noch viel gewichtigere Bedeutung, denn Verunreinigungen durch Partikel finden meist bereits im für den Menschen nicht sichtbaren Bereich statt. Während wir Haare und Hautschuppen noch gut sehen sieht es bei Partikeln kleiner 10 Mikrometer schon anders aus. Und hier kommt unser Kontrollinstrument zum Einsatz, der Partikelzähler. Er misst zum Beispiel mittels Streulichtmethode die Anzahl und Größe von in der Luft getragenen Partikeln, welche die Qualität und Funktionalität von Produkten wesentlich beeinträchtigen können. Deshalb bieten wir hier unseren Kunden ein Instrument an, mit welchem sie die Luftreinheit ihrer Fertigungsräume genau kontrollieren und sofort auf etwaige Verunreinigungen reagieren können, ehe ein Schaden am Produkt entsteht.

    Partikelzähler

    Partikelzähler (Foto: HANS J. MICHAEL GmbH)

    Hierfür können je nach Anforderung, Reinheitsklasse und Prozessabläufen mobile oder stationäre Partikelmessgeräte zum Einsatz kommen. Die Firma HANS J. MICHAEL GmbH bietet dazu verschiedene Gerätevarianten an: Vom kleinen, leichten Handgerät wie dem HHPC+ über größere 50 oder gar 100 Liter Tischgeräte der 3400 Serie bis hin zu fest installierten Remotezählern samt Monitoring-Software. Fragen Sie nach dem für Sie geeigneten Gerät.
    Auch in Sachen Reinraum-Ausstattung wie der richtigen Reinraumkleidung, Dokumentationsmitteln oder dem entsprechenden Reinigungsequipment ist die HANS J. MICHAEL GmbH Ihr kompetenter Ansprechpartner.

    Kontaktdaten auf einen Blick:

    Das Service-Team der HANS J. MICHAEL GmbH freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme und steht bei Fragen gerne beratend zur Verfügung.

    Weitere Informationen:
    HANS J. MICHAEL GmbH
    Hart 11 71554 Weissach im Tal
    Tel.: 07191/9105-0 Fax: 07191/9105-19
    e-mail: office@hjm-reinraum.de
    Internet: www.hjm-reinraum.de

    Verweise:
    HANS J. Michael -Ihr Partner, wenn es um Reinraumprodukte geht
    Reinraumklassen – Herzstück der Standardisierung
    Reinraumschleuse für das Personal
    Sauberfertigung – Personal im Fokus
    Sauberraum – Auswahl der Sauberkeitsstufe
    Partikel – Beherrschung und Minimierung


    Verfasst von Peter Wolf

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    Veröffentlicht in Reinraum, Messtechnik

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