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  • 19. Januar 2012

    Partikel – Beherrschung und Minimierung

    Planer und Praktiker in der Sauberfertigung sind auf zuverlässige Strategien angewiesen, um Einflüsse von schädigenden Partikeln innerhalb der Produktion zuverlässig in den Griff zu bekommen. Damit liegt der Fokus auf der Suche nach Möglichkeiten zur Beherrschung und Minimierung von Partikeln.

    Partikel Technische  Sauberkeit

    Maßnahmen zur Minimierung von Partikeln stehen im Vordergrund (Foto: Foto: nicolas_nicolas_/ iistockphoto.com)

    Die Frage danach, wie kritisch eine Partikelquelle tatsächlich ist, sollte dabei am Anfang aller weiterer Überlegungen stehen. Im VDA 19 Teil 2 werden die kritischen Partikel-Quellen besonders durch drei Eigenschaften und Einflüsse dokumentiert.

    Partikel – Quellen unter der Lupe

    Demnach gilt, dass Partikel-Quellen als umso kritischer einzustufen sind, je näher sie sich an einem Bauteil befinden. Des Weiteren spielt es eine Rolle, wie lange das Bauteil dieser Partikelquelle ausgesetzt wird. ist Schließlich hat auch die Menge der erzeugten Partikel Stellenwert. Es ist also zusätzlich von Bedeutung, wie viele funktionskritische Partikel von der Partikelquelle erzeugt werden. Solche Differenzierungen, die Aufschluss über Art und Größe der als funktionskritisch eingestuften Partikel geben, bilden die Basis die weitergehende Vorgehensweise zur Partikelbeherrschung.

    Partikel – Grundsätze zur Beherrschung

    Aus den erhobenen Differenzierungen resultieren folgende grundsätzliche Handlungsvorgaben:

    • Unbedingte Vermeidung einer Erzeugung von funktionskritischen Partikeln direkt am Bauteil oder an der montierten Baugruppe
    • Vermeidung funktionskritischer Partikel an Oberflächen und Medien wie etwa an Werkzeugen, Hilfsstoffen für die Fertigung, Materialien für die Verpackung, Handschuhen der Produktionsmitarbeiter, die unmittelbar mit den Bauteilen in Kontakt kommen
    • Vermeidung und Abschottung von Quellen funktionskritischer Partikel, die sich oberhalb der Bauteile oder Baugruppen befinden
    • Vermeidung oder Abschottung von Bereichen ungeschützter Bauteile oder Baugruppen, die einer Aufwirbelung oder Freisetzung funktionskritischer Partikel ausgesetzt sind. Dies kommt etwa vor beim Staplerverkehr, einem nicht kontrollierten Einsatz von Druckluftpistolen oder Aussetzung von Einflüssen bei einem starken Windstoß

    Kontamination – weiterführende Maßnahmen

    Erscheint das Absenken des Eindringens von Partikeln bis hin zu einem unkritischen Niveau nicht machbar, sollte Prüfung erfolgen, ob eine gezielte Abfuhr der Partikel oder eine Endreinigung der montierten Baugruppen möglicherweise Abhilfe schaffen kann. Dies gilt für jene Fälle, bei denen Partikel auf die sauberkeitssensiblen Funktionsflächen der Bauteile oder Baugruppen gelangen. Ist das Bauteil verkapselt und/oder liegen die Funktionsflächen innen, so wird eine solche Partikelauflagerung nur in einem eingeschränkten Maße vorkommen.

    Einflussfaktoren auf die Sauberkeit
    Montageeinrichtungen

    – Planung
    – Bestandteile und Gestaltungsgrundsätze
    – Fügeprozesse
    – integrierte Reinigung
    – Gestaltungsgrundsätze
    – Inbetriebnahme

    Umgebung

    – Aufstellungsplan
    – Sauberkeitsbereiche
    – Boden, Decke, Wand
    – Türen, Tore, Fenster
    – Lüftung, Klimatisierung
    – Fahrwege

     

    Logistik

    – Verpackung
    – Transport und Schleusenkonzept
    – Entpacken und Kommissionierung
    – Lagerung

    Personal

    – Grundregeln
    – Schulung und Qualifizierung
    – Bekleidung, Handhabung
    – Reinhaltung des Arbeitsbereichs

    Tabelle: Sauberkeit & Reinraum in inhaltlicher Anlehnung an VDA 19.2 S. 20

    Partikel Einflüsse – Kostenfaktor im Visier

    Bei der Vielzahl der Maßnahmen zur Vermeidung schädlicher Partikeleinflüsse in der Montage stellt sich für Betriebsinhaber sehr schnell die Kostenfrage. Oftmals sind im Unternehmen beträchtliche Investitionen nötig, um die Produktion auf sauberkeitsrelevante Faktoren umzustellen. Das Ziel der Verbesserung der Sauberkeit lässt sich nicht zum Nulltarif realisieren. Andererseits müssen die Kosten dem Nutzen in einem ausgewogenen Verhältnis gegenüberstehen. Auch hier vermittelt die Publikation VDA 19 Teil 2 professionelle Unterstützungen und gibt Planern und Praktikern in der Sauberfertigung Grundsätze an die Hand, um diese Kosten so gering wie möglich zu halten.

    Partikel – Leitlinien zur Kostenersparnis


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