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  • 01. November 2011

    Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG) – Interview mit Ing. Roman Czech

    Die Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG) befasst sich mit den komplexen Themen der Reinraumtechnik und hat sich bereits über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit dem Vorstand und Ersten Vorsitzenden Ing. Roman Czech.

    Reinraum

    Reinräume zählen technisch zu den großen Herausforderungen unserer Zeit ( Foto: crta.at

    Seit November 2008 gibt es die Österreichische Reinraumgesellschaft (ORRG) mit Sitz in Ilz in der Steiermark. Die Gesellschaft als Rechtsform eines nicht auf den Gewinn ausgerichteten Vereins bietet ein vielfältiges Spektrum rund um das komplexe Thema Reinraum und hat es bereits zur Vertretung Österreichs in der ICCCS (International Confederation of Contamination Control Societies) gebracht. Diese internationale Dachorganisation vereint die nationalen Reinraum Gesellschaften weltweit. Zu den vielfältigen Aufgabenstellungen zählen unter anderem Wissenstransfers auf dem Gebiet der Reinraumtechnik und angrenzende Themen, Schulungen, Teilnahme an Symposien und Arbeitsgruppen sowie betriebliche und beruflichen Vertretungen der Mitglieder. Wie es zur Gründung des Vereins gekommen ist und welchen Aufgaben sich die Gesellschaft noch widmet, darüber sprechen wir mit dem Vorstand und Ersten Vorsitzenden des Vereins und Geschäftsführer des Unternehmens Cleanroom Technology Austria, Ing. Roman Czech.

    Roman Czech

    Ing. Roman Czech, Vorstand und Erster Vorsitzender der ORRG (Foto: crta.at)

    Herr Czech, die Österreichische Reinraumgesellschaft in der Rechtsform eines Vereins gibt es seit 2008. Wie ist es überhaupt zur Gründung gekommen, bzw. welche Gedanken standen dahinter, reinraumtechnische Belange in den Fokus zu stellen?

    Reinraumtechnik ist eine boomende Branche. Reinraumtechnik ist inzwischen in etlichen Branchen zu finden und dementsprechend gibt es dort natürlich auch viele Personen, die dieses spezielle Fachwissen besitzen. Diesen in Österreich unheimlich großen Wissensschatz galt es in Form eines Vereins zu bündeln und auszutauschen. Unsere Vorbilder waren dabei die Schweizerische Gesellschaft für Reinraumtechnik (SRRT) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in Deutschland.

    Wie viel Mitglieder hat die Österreichische Reinraumgesellschaft bisher und auf welche Weise akquirieren Sie neue Interessenten?

    Bis dato zählen wir knapp 80 Mitglieder. Wir sind in der glücklichen Lage, das eigentliche Werbung nicht notwendig ist. Mundpropaganda ist die beste Werbung.

    Was können Mitglieder des Vereins von den Akteuren und Initiatoren erwarten?

    Natürlich gibt es wie überall aktive und passive Mitglieder. Unser Wunsch – und damit meine ich den Vorstand – ist es eigentlich, dass jedes Mitglied Akteur und Initiator gleichermaßen ist. Projektideen, neuen Richtlinien und innovative reinraumtechnische Entwicklungen können nur aus der Praxis und daher von den Mitgliedern kommen. Die Arbeitsgruppenleiter der Österreichischen Reinraumgesellschaft (RRG) haben somit auch die Aufgabe, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen und solche Projekte zu einem Ergebnis oder schließlich sogar zu einer Richtlinie zu führen.

    Sie bieten auch Schulungen im Bereich Reinraumtechnik. Um welche Fortbildungen handelt es sich im Wesentlichen und wie gestaltet sich der Ablauf?

    Schulungen sind eine wunderbare Möglichkeit Know-how weiterzugeben und Wissen auszutauschen. Unsere Zielgruppe sind alle Reinraumnutzer. Verhalten im Reinraum, Reinigung, Hygiene, ankleiden usw., das alles sind typische Fortbildungen, die wir anbieten. Auch das komplexe Thema Messtechnik zählt zum Schulungsangebot. Von „Cleanroom Experts“ Days bis hin zu „Reinraum Basics“ kommt damit ein breites Spektrum an Schulungen zur Durchführung. Derzeit aktuell gibt es einen Schwerpunkt: OP-Schulung. Auch dort ist Reinraumtechnik zu finden und sollte auch richtig angewendet werden. Am Ende schließen die Schulungen auch mit Prüfungen und Zertifizierungen ab, sodass Teilnehmer ihre neuerworbene Kompetenz nachweisen können.

    Als weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bietet die Österreichische Reinraumgesellschaft Förderungen des Themas Reinraum in der Fachwelt und der Öffentlichkeit sowie Maßnahmen, die das Thema Reinraumtechnik mehr bewusst machen soll. Auch hier interessiert uns, welche Wege Sie dahingehend gehen?

    Die Österreichische Reinraumgesellschaft als Kompetenz-Team erkennt natürlich frühzeitig neue Einsatzgebiete, die wir dann mit in unsere Überlegungen und Aufgabengebiete mit einbeziehen. Selbstverständlich steht neben den vielfältigen anderen Aufgabenstellungen die Seminararbeit im Mittelpunkt. Des Weiteren nehmen wir an allen relevanten Fachmesse und Kongressen teil, so dass wir Neuentwicklungen, Trends, Forschungsergebnisse und vieles mehr schnell und effizient in unsere Vereinsarbeit aufnehmen können.

    Auch bei den Themen Normung und Erstellung Österreichischer Richtlinien mischt der Verein kräftig mit. Wie groß ist der Einfluss und wie weit sind Sie bisher gekommen?

    Die ÖRRG als Verein ist auch dazu angehalten für internationale Normungsarbeiten Mitglieder zu nominieren und somit aktiv an der Gestaltung von Normen mitzuwirken. Oft sind bestehende Normen in österreichischen Betrieben nicht zu einhundert Prozent umsetzbar und führen daher zu Unklarheiten. Durch die aktive Mitarbeit und Zusammenarbeit verschiedener Länder ist eine Harmonisierung natürlich viel schneller und leichter möglich.

    Welche Pläne hegt die Österreichische Reinraumgesellschaft für die Zukunft, mittel- aber auch langfristig betrachtet?

    Mittelfristig haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Mitglieder zu noch mehr aktiver Mitarbeit zu motivieren, so dass bedingt durch die jeweiligen Projekte das ganze Konzept eine positive Eigendynamik entwickelt. Langfristig betrachtet ist es unser Wunsch, beispielsweise das ICCCS – Symposium in Österreich abhalten zu können und somit unsere Kompetenz in der Reinraumtechnik auch international messen zu können.

    Weitere Interviews:

    LOUNGES 2012 -Interview mit Jennifer Würsching
    CO2-Schneestrahltechnik – Interview mit Dipl.-Ing. Hans-Jörg Wössner
    Technische Sauberkeit -Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig
    Interview mit Dipl.-Ing. Hans Illig (Teil2)
    Reinster Reinraum – Interview mit Dipl.-Biol. Markus Keller
    Zukunft Reinraumbekleidung: INTERVIEW mit Carsten Moschner>
    Reinraum: Interview mit DI Jörg Vierhaus
    Reinraumtechnik: Interview mit Dr. Lothar Gail


    Verfasst von Ursula Pidun

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